Funk-Sendeempfänger RF-LORA – Installations- und Einrichtungsanleitung
Installations- und Einrichtungsanleitung für den Funk-Sendeempfänger Trikdis RF-LORA: Anschluss an die Alarmzentrale FLEXi SP3, DIP-Schalter und Antenne, Aufnahme der LoRa-Erweiterungen in TrikdisConfig, Anzeigeleuchten, häufige Fragen.
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1. Übersicht
Der drahtlose Sendeempfänger RF-LORA (in TrikdisConfig: RF-LORA transceiver) ist das zentrale Element der drahtlosen Trikdis-Familie. Mit einem an die Zentrale FLEXi SP3 angeschlossenen RF-LORA lässt sich auch ein drahtloses oder hybrides (gemischtes: kabelgebundenes und drahtloses) Alarmsystem aufbauen. Diese drahtlosen Geräte können Melder, Sirenen, Paniktaster oder auf entfernten Erweiterungsmodulen Eingänge (Zonen) bzw. schaltbare Ausgänge (PGM) sein.
Diese Anleitung beschreibt die Variante 4F (433 MHz); die Varianten 8F (868 MHz) werden nicht behandelt.
Der RF-LORA erhöht zusammen mit den drahtlosen Erweiterungen iO-LORA und iO8-LORA über eine bidirektionale Funkverbindung die Anzahl der Ein- und Ausgänge der FLEXi SP3. Mit der Alarmzentrale ist er per Kabel über den RS485-Bus verbunden und bietet bei freier Sicht eine drahtlose Reichweite von bis zu 5000 Metern.
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
1.1 Womit funktioniert er?
Der RF-LORA ist mit der Alarmzentrale FLEXi SP3 sowie mit den Tor- und Türsteuerungen GATOR (GV17, Mobilfunk) und GATOR WiFi (WP17) kompatibel. An eine FLEXi SP3 kann ein RF-LORA angeschlossen werden.
Kompatible Geräte mit RF-LORA
- IO8-LORA - Drahtloser Expander mit 8 Kontakten (alle Kontakte können als Eingang oder Ausgang gewählt werden)
- IO-LORA - Drahtloser Expander mit eingebautem Relais (hauptsächlich für Tore, Türen, Schranken, Garagentore verwendet)
- PB-LORA - Drahtloser Panikknopf (Verwendung von bis zu 250 Panikknöpfen in einem System)
- M4-MAG - Drahtloser magnetischer Türkontakt
- M4-PIR - Drahtloser Innen-PIR
- M4-SMK - Drahtloser Rauchmelder
- M4-SIREN - Drahtlose Außensirene
- M4-EXTENDER - Drahtloser Signal-Repeater (Reichweitenverlängerung)
Wie viele Geräte sich mit einem RF-LORA verbinden können:
- FLEXi SP3: höchstens 8 LoRa-Module (iO-LORA, iO8-LORA, PB-LORA), mit einer Firmware mit beliebigem Empfängercode (SP3_xxx0, xxx1, xxx2 oder xxx4).
- FLEXi SP3, Paniktaster PB-LORA: Läuft auf der Zentrale eine „Release 2“-Firmware in der Version 1.16 oder neuer (zum Beispiel SP3_xxx2_0116.fw), lassen sich auch 250 Paniktaster einlernen. Mit der Firmware SP3_xxx4 sind höchstens 8 Paniktaster nutzbar.
- FLEXi SP3, Geräte Maximum (M4): höchstens 32 Melder, 16 Sirenen und 32 Fernbedienungen, mit der Firmware mit Empfängercode 4, Version 1.21 oder neuer (SP3_xxx4; verwenden Sie die neueste Version) – siehe die Abschnitte 1.7 und 6.6 der Anleitung zur FLEXi SP3.
- GV17 GATOR: höchstens 8 iO-LORA sowie ein iO8-LORA (oder stattdessen ein kabelgebundenes iO8).
- WP17 GATOR WiFi: höchstens 8 iO-LORA, mit der Firmware des WP17 in der Version 1.21 oder neuer.
Bei der FLEXi SP3 nehmen Sie die LoRa-Erweiterungen in den TrikdisConfig-Einstellungen der Zentrale auf (Kapitel 3). Bei der Torsteuerung GATOR nehmen Sie die Erweiterungen in der Liste Modules der Torsteuerung auf; den RF-LORA selbst müssen Sie dort nicht in die Liste aufnehmen – siehe Abschnitt 5.4.1 der Anleitung zum GV17 und Abschnitt 5.4 der Anleitung zum WP17.
1.2 Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Frequenz | 433,3–434,7 MHz (Variante 4F) |
| Modulation | LoRa |
| Versorgungsspannung | 9–26 V DC |
| Stromaufnahme | höchstens 50 mA im Ruhezustand · höchstens 150 mA kurzzeitig beim Senden |
| Verschlüsselung der Meldungen | ja |
| Reichweite im Freien | bis zu 5000 m |
| Verbindung zum Hauptgerät | RS485-Bus |
| Betriebsumgebung | −20 °C … +50 °C, relative Luftfeuchtigkeit höchstens 80 % (bei +20 °C) |
| Abmessungen | 62 × 82 × 25 mm |
| Gewicht | 80 g |
Zum Lieferumfang gehört eine Standardantenne, die für die meisten Anwendungen geeignet ist. Wenn über die größtmögliche Entfernung eine Verbindung guter Qualität nötig ist, verwenden Sie eine Antenne mit höherem Gewinn (AX-ANT-KIT). Diese ist auch im Shop erhältlich:
RF-LORA große Antenne Meteor 433MHz
1.3 Aufbau
Bedienelemente und Anschlüsse des RF-LORA am Gehäuse und auf der Leiterplatte:

- 1 SMA-Anschluss für die Funkantenne
- 2 Anzeigeleuchten (DATA/TROUBLE, POWER)
- 3 Öffnungsschlitz des Deckels
- 4 Klemmleiste für die externen Anschlüsse
- 5 USB-Mini-B-Anschluss für das Firmware-Update
- 6 DIP-Schalter SW
- 7 Taste DJ1 – Ein- und Ausschalten des Lernmodus (Kopplungsmodus) der LoRa-Module
Die zwei Schalter des DIP-Schalters SW:
- Schalter 1 – Funkkanal: OFF = RF1, ON = RF2. Wechseln Sie, wenn der aktuelle Kanal stark belegt ist.
- Schalter 2 – Modulation: OFF = schnell, ON = langsam. In der Stellung ON verdoppelt sich die Reichweite je nach Umgebung etwa; ist die Verbindung auch in der Stellung OFF gut, verwenden Sie diese.
In der Stellung ON (langsame Modulation) reagiert das System langsamer, und die Batterie des Paniktasters PB-LORA entlädt sich schneller.
Die Schalterstellungen müssen übereinstimmen
Die Schalter SW des RF-LORA und aller mit ihm verbundenen LoRa-Module müssen in derselben Stellung stehen, sonst besteht keine Funkverbindung.
1.4 Klemmen
| Klemme | Funktion |
|---|---|
| +DC | Versorgungsspannung, Plus (9–26 V DC) |
| −DC | Versorgungsspannung, Minus |
| A 485 | RS485-Bus, A |
| B 485 | RS485-Bus, B |
| IO1–IO4 | nicht verwendet |
| COM | nicht verwendet |
Achtung!
Die 4 I/O-Anschlüsse (IO1–IO4) und die Klemmen COM am Gerät sind nicht nutzbar.
1.5 Anzeigeleuchten
| Anzeigeleuchte | Zustand | Bedeutung |
|---|---|---|
| DATA/TROUBLE | blinkt oder leuchtet rot | Verbindung zum Modul unterbrochen |
| DATA/TROUBLE | blinkt grün-rot | Lernmodus: Kopplung der LoRa-Module |
| DATA/TROUBLE | leuchtet 3 Sekunden grün | im Lernmodus: ein LoRa-Modul gekoppelt |
| POWER | leuchtet nicht | keine Versorgungsspannung |
| POWER | blinkt grün | normale Versorgungsspannung |
| POWER | blinkt gelb | niedrige Versorgungsspannung (höchstens 11,5 V) |
| POWER | leuchtet gelb | keine RS485-Verbindung zur FLEXi SP3 |
2. Montage und Anschluss
Achtung!
Es ist verboten, die Verkabelung an einem unter Spannung stehenden Gerät durchzuführen. Vor der Arbeit muss die Stromversorgung getrennt werden (einschließlich der Backup-Batterien).2.1 Befestigung
- Nehmen Sie den Deckel ab.
- Nehmen Sie die Leiterplatte heraus.
- Befestigen Sie das Gehäuseunterteil mit Schrauben an der gewünschten Stelle.
- Setzen Sie die Leiterplatte wieder ein.
- Schließen Sie den Deckel wieder.


2.2 Anschluss an die FLEXi SP3
Schließen Sie den RF-LORA an den RS485-Bus der FLEXi SP3 an; auch die Versorgung erhält er vom AUX-Ausgang der Zentrale:
| FLEXi SP3 | RF-LORA |
|---|---|
| AUX+ (+12 V) | +DC |
| AUX− | −DC |
| 485 A | A 485 |
| 485 B | B 485 |

- W drahtlose Verbindung („Wireless connection“), bis zu 5000 m („up to 5000 m“)
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
Die LoRa-Module müssen nicht per Kabel mit der Zentrale verbunden werden: Jedes erhält an seinem eigenen Ort Versorgung – das iO-LORA und das iO8-LORA aus einem Netzteil, der Paniktaster PB-LORA aus einer Batterie – und verbindet sich per Funk mit dem RF-LORA. Den Anschluss der Module beschreiben ihre eigenen Anleitungen.
3. Einrichtung in TrikdisConfig
Die LoRa-Erweiterungen nehmen Sie in den TrikdisConfig-Einstellungen der FLEXi SP3 auf und stellen sie dort ein.
Alle Trikdis-Geräte können mit einer gemeinsamen Software programmiert werden. Die Software heißt TrikdisConfig und kann von der Herstellerwebsite heruntergeladen werden.
Nach dem Download installieren Sie das Programm. Wenn bei jedem Start von TrikdisConfig eine neue Version verfügbar ist, laden Sie das empfohlene Update herunter und installieren Sie es!
- Der RF-LORA muss an die FLEXi SP3 angeschlossen sein (2.2).
- Schalten Sie die Versorgungsspannung der FLEXi SP3 ein.
- Schalten Sie die Versorgung der Erweiterungen iO-LORA bzw. iO8-LORA ein.
- Starten Sie TrikdisConfig.
- Verbinden Sie die FLEXi SP3 per USB-Mini-B-Kabel mit dem Computer, oder verbinden Sie sich aus der Ferne mit ihr.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Read [F4]: Das Programm liest die Einstellungen der Zentrale aus. Wenn das Programm danach fragt, geben Sie den sechsstelligen Administratorcode ein.
- Wählen Sie in der Liste Modules den Eintrag iO-LORA expander bzw. iO8-LORA expander.
- Tragen Sie in das Feld Serial No. die Seriennummer des Moduls ein.
- Stellen Sie auf der Seite Zones die Eingänge der Erweiterung ein: In der Liste Input der Zone erscheinen die Eingänge der Erweiterung unter dem Namen RS485 Expander ID….
- Stellen Sie auf der Seite PGM die Ausgänge der Erweiterung auf dieselbe Weise ein, in der Liste PGM output.
- Klicken Sie am Ende der Einrichtung auf die Schaltfläche Write [F5] und warten Sie, bis das Schreiben abgeschlossen ist.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Disconnect und ziehen Sie das USB-Kabel ab.
- Testen Sie die Erweiterung: Lösen Sie die Eingänge aus und schalten Sie die Ausgänge.



- Dabei stoppt der normale Betrieb des Geräts,
- es wird über das USB-Kabel mit Strom versorgt,
- nach dem Abziehen startet es neu (sofern es an der Versorgung hängt).
3.1 Registrierung des RF-LORA, Einlernen
Befinden sich im System drahtlose Melder, Sirenen oder Fernbedienungen Maximum (M4) oder im Modus mit 250 Paniktastern auch Paniktaster PB-LORA, muss auch der RF-LORA selbst in die Liste Modules → RS485 modules aufgenommen werden (RF-LORA transceiver, mit seiner Seriennummer); danach müssen die Geräte im Fenster Wireless sensors im Lernmodus eingelernt werden. Die Schritte beschreibt Abschnitt 6.6 der Alarmzentrale „FLEXi“ SP3 – Installations- und Programmieranleitung.
- Den Lernmodus startet die Schaltfläche Learn sensors in TrikdisConfig oder die Taste DJ1 des RF-LORA (in der Anleitung zur FLEXi SP3: LEARN); dabei blinkt DATA/TROUBLE grün-rot.
- Beim Einlernen muss der RF-LORA mindestens 1 m von den einzulernenden Geräten entfernt sein.
4. Häufige Fragen
Keine Funkverbindung zum Modul – was sollte ich prüfen?
- Ob beide Schalter des DIP-Schalters SW am RF-LORA und am Modul in derselben Stellung stehen (1.3) – bei abweichender Stellung besteht keine Funkverbindung.
- Ob das Modul versorgt wird und ob seine Seriennummer in der Liste Modules stimmt (Kapitel 3).
- Den Funksignalpegel zeigt die Leuchte NETWORK der Erweiterung durch grünes Blinken an (0–10); beim iO-LORA genügen bereits 4, beim iO8-LORA 3, und den PB-LORA sollten Sie ab mindestens vier Blinkzeichen verwenden.
- Bei schwachem Signal stellen Sie den Schalter 2 an allen Geräten auf ON (langsame Modulation), oder verwenden Sie eine Antenne mit höherem Gewinn (1.2).
Die Leuchte POWER leuchtet dauerhaft gelb
Der RF-LORA kommuniziert nicht über den RS485-Bus mit der FLEXi SP3: Prüfen Sie die Leitungen A 485 und B 485 (2.2).
Die Leuchte POWER blinkt gelb
Die Versorgungsspannung ist niedrig (höchstens 11,5 V): Prüfen Sie die Stromversorgung – der RF-LORA arbeitet mit 9–26 V DC.
Wozu dienen die Klemmen IO1–IO4 und COM?
Am RF-LORA sind diese nicht nutzbar (1.4).
Welche Schalterstellung soll ich wählen?
Standardmäßig die schnelle Modulation (Schalter 2 OFF). Besteht wegen der Entfernung keine zuverlässige Verbindung, verdoppelt die langsame Modulation (ON) die Reichweite je nach Umgebung etwa, das System reagiert aber langsamer. Den Kanal (Schalter 1) wechseln Sie, wenn der aktuelle Kanal stark belegt ist. Welchen Schalter Sie auch umstellen: Stellen Sie ihn an allen LoRa-Geräten gleich ein.
5. Sicherheitshinweise
Achtung!
Elektrizität kann gefährlich sein und zu persönlichen Verletzungen oder TODESfällen führen, sowie zu anderen finanziellen Verlusten oder Schäden, wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet oder installiert wird.
Die Installation erfordert die Arbeit mit elektrischen Geräten und sollte gemäß den gültigen Vorschriften durchgeführt werden!
Die Gewährleistung erfordert, dass das Gerät von qualifiziertem Personal installiert wird, das die Installationsvorschriften für elektrische Geräte einhält und den aktuellen Vorschriften für den sicheren Betrieb elektrischer Geräte folgt.
- Der RF-LORA darf nur von einer qualifizierten Fachkraft installiert und gewartet werden.
- Lesen Sie vor der Installation diese Anleitung aufmerksam durch, um Fehler zu vermeiden, die zu Fehlfunktionen oder sogar zur Beschädigung des Geräts führen können.
- Trennen Sie vor jedem Anschließen die Versorgungsspannung.
- Vom Hersteller nicht genehmigte Änderungen, Umbauten oder Reparaturen führen zum Verlust der Garantie.
- Entsorgen Sie das Gerät und seine Teile nicht mit dem Hausmüll: Beachten Sie die örtlichen Vorschriften zur Abfalltrennung.
Siehe auch
- Alarmzentrale „FLEXi“ SP3 – Installations- und Programmieranleitung – Anschluss und Einrichtung der Zentrale, darin die Registrierung des RF-LORA und das Einlernen der drahtlosen Geräte (6.6).
- Torsteuerung GV17 GATOR – Installations- und Programmieranleitung und Torsteuerung WP17 GATOR WiFi – Installations- und Programmieranleitung – Aufnahme der LoRa-Erweiterungen in der Liste Modules der Torsteuerung.
- Flexible drahtlose Zutrittskontrolle mit dem GATOR-RF-LoRa-System – mehrere Tore drahtlos mit einem GATOR.
- Die LoRa-Module im Shop:
Trikdis io-lora Wireless Expander-Modul
Trikdis io8-lora Wireless Expander-Modul
Trikdis pb-lora drahtloser Panikknopf
- Englischsprachige Dokumentation: docs.trikdis.com – RF-LoRa Wireless Expander.
Die Anleitungen auf docs.trikdis.com sind in englischer Sprache.


