WiFi-Modul W485 und Ethernet-Modul E485 – Installations- und Einrichtungsanleitung
Anleitung für die Trikdis-Module W485 WiFi und E485 Ethernet: kompatible Geräte, Anschluss an den RS485-Bus, Einrichtung in TrikdisConfig, Übertragung an die Leitstelle und an die App Protegus 2 über kabelgebundenes Internet oder WLAN.
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1. Überblick
W485 ist ein WiFi-Modul, das Trikdis-Geräte um einen drahtlosen Internet-Kommunikationskanal erweitert. Bei den Kommunikatoren G16 und G16T, die über die Kanäle GSM / IP arbeiten, kann es als Hauptkommunikationskanal dienen – die gesamte Steuerung und alle Benachrichtigungen laufen darüber, sodass sich die Alarmanlage mit dem W485 aus der Ferne scharf oder unscharf schalten lässt. Solange der WLAN-Kanal verfügbar ist, läuft die Kommunikation nicht über die SIM-Karte.
Das Ethernet-Modul E485 ergänzt Trikdis-Kommunikatoren um einen kabelgebundenen Internet-Kommunikationskanal. Bei einigen Geräten kann es sogar als Hauptkommunikationsweg dienen, sodass die Fernsteuerung der Alarmanlage und die Benachrichtigungen über die kabelgebundene Internetverbindung laufen. Bei der Torsteuerung GV17 und den Kommunikatoren G16 und G16T, die über die Kanäle GSM / IP arbeiten, bedeutet das: Die gesamte Steuerung und Ereignisverarbeitung läuft über das E485, solange kabelgebundenes Internet verfügbar ist – die Kommunikation ist also nicht auf die mobile Datenverbindung der SIM-Karte angewiesen.
Als Hauptkanal arbeiten beide Module auch mit dem Brandmeldekommunikator G17F, und an die Alarmzentrale FLEXi SP3 lässt sich das E485 anschließen. Beim Funkkommunikator T16 übernimmt das Modul die Weiterleitung der Meldungen (Abschnitt 1.3).
W485 und E485 kommunizieren gleichzeitig mit der Leitstelle und mit dem Benutzer – dieser erhält die Ereignisse der Alarmanlage in Echtzeit in der Mobil- und Web-App Protegus 2.
Kurz gesagt
- E485 – kabelgebundenes Ethernet (RJ45-Buchse).
- W485 – WLAN 2,4 GHz (WPA / WPA2): praktisch, wo kein UTP-Kabel verlegt ist.
- Das Internet ist der Hauptkanal: Solange es funktioniert, läuft alles darüber. Fällt es aus, schaltet das Gerät selbst auf das Mobilfunknetz um und kehrt zu IP zurück, sobald das Internet wieder da ist.
- Nicht nur Übertragung an die Leitstelle: Auch die App Protegus 2 (Benachrichtigungen, Fernsteuerung) arbeitet über diesen Kanal.
- Bei Bedarf auch ohne SIM-Karte nutzbar – mit GV17, G17F und FLEXi SP3 (Abschnitt 1.3).
- Anschluss: an den RS485-Bus, Versorgung aus derselben Quelle wie das Hauptgerät (Versorgungseingang des Moduls 9–28 V DC); ein eigenes Netzteil ist nicht nötig.
- Einrichtung: mit der Software TrikdisConfig, über USB, über das Hauptgerät (Kapitel 3).
1.1 Hauptmerkmale
- Internetkommunikation über WLAN (W485) oder Kabel (E485).
- Über Ereignisse der Alarmanlage erfährt der Benutzer in der kostenlosen Mobil- und Web-App Protegus 2, auch per Push-Benachrichtigung.
- Kostenloser Protegus-2-Server, daher sind weder eine feste IP-Adresse noch dynamisches DNS (DynDNS) nötig.
- Das Modul leitet die Meldungen der angegebenen Systeme per IP im Contact-ID-Format an die Leitstelle weiter.
- Bei Verbindungsverlust auf dem Hauptkanal schaltet es automatisch auf den zweiten, den Ersatzkanal um.
- Bei Verlust der Internetverbindung schaltet es automatisch auf den Kommunikationskanal des ursprünglichen Geräts zurück.
1.2 Wie funktioniert es?
Das W485 sendet die Meldungen des Hauptgeräts über das lokale WLAN-Netz und den Internetrouter an die Leitstelle und an die App Protegus 2; das E485 tut dasselbe über kabelgebundenes Internet, mit einem am Router angeschlossenen Ethernet-Kabel. Solange die WLAN- oder Kabelverbindung funktioniert, kommuniziert das Hauptgerät darüber und nutzt keine mobilen Daten. Fällt die Verbindung aus, sendet es die Meldungen über das Mobilfunknetz und kehrt nach Wiederherstellung der Verbindung zum Modul zurück.
Die Zentrale FLEXi SP3 empfängt über das E485 auch Steuerbefehle; bei ihr legen Sie die Reihenfolge der Kanäle (SIM, WiFi, LAN – E485) selbst fest (Abschnitt 3.2.3).
Wenn Sie im Hauptgerät die mobilen Daten der SIM-Karte deaktivieren (GV17, G17F: Disable the use of SIM card mobile data, Abschnitt 3.2.2), laufen die Daten nur über das Modul; fällt das Internet aus, speichert das Hauptgerät die Ereignisse und sendet sie nach Wiederherstellung der Verbindung.
1.3 Kompatible Geräte
| Hauptgerät | W485 | E485 | Was bietet das Modul? | SIM-Karte im Hauptgerät |
|---|---|---|---|---|
| G16 (Version 3G / 4G) | ja | ja | volle Kommunikation: Leitstelle, Protegus 2 (Benachrichtigungen, Fernsteuerung) | erforderlich |
| G16T | ja | ja | volle Kommunikation | erforderlich |
| GV17 GATOR (ab Firmware 1.06) | ja | ja | volle Kommunikation | nicht erforderlich – ohne SIM nur Steuerung per App, Anrufe und SMS funktionieren nicht |
| G17F (ab Firmware 1.08) | ja | ja | volle Kommunikation | nicht erforderlich |
| FLEXi SP3 | – | ja | Meldungen und Steuerbefehle; Kanalreihenfolge einstellbar | nicht erforderlich |
| T16U / T16V | ja | ja | Weiterleitung der Meldungen an die Leitstelle und an Protegus 2 | – (der T16 hat keine SIM) |
An die 2G-Version des G16 (G16_G410) lässt sich das Modul nicht anschließen: Die 2G-Version hat keinen RS485-Bus.
1.4 Technische Daten
| Parameter | W485 | E485 |
|---|---|---|
| Kommunikationskanal | WiFi / IP, 802.11 b/g/n, 2,4 GHz; WPA, WPA2, WPA gemischt | Ethernet / LAN / IP, IEEE 802.3, 10Base-T, RJ45-Buchse |
| Verbindung zum Hauptgerät | RS485 | RS485 |
| Übertragungsprotokoll, Verschlüsselung | TRK_TCP, TRK_UDP | TRK_TCP, TRK_UDP |
| Ereignisübertragung | Contact-ID-Code | Contact-ID-Code |
| Periodische Testmeldung | ja | ja |
| Protegus-Benutzer | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Mobil- und Web-App, Push-Benachrichtigungen | ja | ja |
| Versorgungsspannung | 9–28 V DC | 9–28 V DC |
| Stromaufnahme | in Ruhe 50 mA, höchstens 150 mA | in Ruhe 50 mA, höchstens 150 mA |
| Betriebsumgebung | −10…+50 °C, relative Luftfeuchtigkeit höchstens 80 % (bei +20 °C) | −10…+50 °C, relative Luftfeuchtigkeit höchstens 80 % (bei +20 °C) |
| Klemmleiste | steckbar | steckbar |
| Abmessungen | 88 × 62 × 26 mm | 88 × 62 × 26 mm |
| Gewicht | 80 g | 80 g |
Trikdis W485 WiFi -Modul (RS485)
Trikdis E485 Ethernet -Modul (RS485)
1.5 Klemmen
| Klemme | Beschreibung |
|---|---|
| +DC | Plusklemme der Versorgung (9–28 V DC), aus derselben Quelle wie das Hauptgerät |
| −DC | Minusklemme der Versorgung |
| A 485 | RS485-Bus – an die Klemme A 485 des Hauptgeräts |
| B 485 | RS485-Bus – an die Klemme B 485 des Hauptgeräts |
| RJ45 (nur E485) | Ethernet-Buchse für das LAN-Kabel vom Router (Switch) |
Die 6-stellige Seriennummer des Moduls (SN) finden Sie auf dem Modulgehäuse und auf der Verpackung; Sie benötigen sie bei der Einrichtung (Abschnitt 3.1).
2. Anschluss
Achtung!
Es ist verboten, die Verkabelung an einem unter Spannung stehenden Gerät durchzuführen. Vor der Arbeit muss die Stromversorgung getrennt werden (einschließlich der Backup-Batterien).2.1 Vor dem Anschließen
- Das Modul wird an den RS485-Bus des Hauptgeräts angeschlossen: Die Klemme A 485 des Hauptgeräts wird mit der Klemme A 485 des Moduls verbunden, B 485 mit der Klemme B 485 des Moduls.
- Das Modul wird aus derselben Quelle wie das Hauptgerät versorgt (+DC, −DC), ein eigenes Netzteil ist nicht nötig; der Versorgungseingang des Moduls beträgt 9–28 V DC.
- Die RS485-Verbindung darf höchstens 100 m lang sein. Ist der Bus länger als 1 m, verwenden Sie ein Kabel mit verdrillten Adernpaaren (STP 4x2x0,5) und verlegen Sie es nicht parallel zu Netzleitungen (AC) oder anderen Quellen starker elektromagnetischer Felder.
- In die RJ45-Buchse des E485 kommt das LAN-Kabel vom Router (Switch). Das W485 benötigt ein WLAN-Netz mit 2,4 GHz (WPA oder WPA2).
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
| Hauptgerät | Gemeinsame Versorgung | RS485-Klemmen am Hauptgerät |
|---|---|---|
| G16 (3G / 4G), G16T | Netzteil 12 V DC, mindestens 0,5 A → +DC, −DC | A 485, B 485 |
| G17F | Netzteil 12 V DC, 0,5 A → +DC, −DC | A 485, B 485 |
| GV17 GATOR | Netzteil 10–28 V DC, 0,5 A → AC/+DC, AC/−DC | A 485, B 485 |
| FLEXi SP3 (nur E485) | Klemmen AUX+ (+12 V) und AUX− der Zentrale | 485 A, 485 B |
| T16U / T16V | Klemmen +AUX (+12 V) und −AUX der Alarmzentrale, gemeinsam mit dem T16 | A 485, B 485 |
Die Anschlusspläne für den Funkkommunikator T16U / T16V finden Sie in Abschnitt 2.6 der Anleitung T16U / T16V.
2.2 Anschluss an den G16 (G16T, G17F, GV17)
Die Pläne zeigen den G16. Die Klemmen von G16T und G17F sind gleich; die Versorgungsklemmen der GV17 GATOR heißen AC/+DC und AC/−DC (Abschnitt 2.1, Tabelle).


Diese Pläne finden Sie auch in den Anleitungen der Kommunikatoren selbst: Anleitung G16 und Anleitung G16T (Abschnitte 3.7–3.8), Anleitung GV17 GATOR (Abschnitte 2.7–2.8).
2.3 Anschluss an die Zentrale FLEXi SP3 (E485)
An die FLEXi SP3 lässt sich das E485 anschließen; die Zentrale versorgt das Modul über ihren Ausgang AUX.

- 1 LAN-Kabel („LAN cable“)
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
Mit dem E485 benötigt die Zentrale keine SIM-Karte. Details: Anleitung FLEXi SP3 (Abschnitt 3.9).
3. Einrichtung in TrikdisConfig
W485 und E485 fügen Sie im TrikdisConfig-Fenster des Hauptgeräts hinzu und richten sie dort ein. Die Schritte sind bei allen Hauptgeräten ähnlich, nur die Namen der Seiten und Registerkarten unterscheiden sich.
Alle Trikdis-Geräte können mit einer gemeinsamen Software programmiert werden. Die Software heißt TrikdisConfig und kann von der Herstellerwebsite heruntergeladen werden.
Nach dem Download installieren Sie das Programm. Wenn bei jedem Start von TrikdisConfig eine neue Version verfügbar ist, laden Sie das empfohlene Update herunter und installieren Sie es!
- Verbinden Sie das Hauptgerät per USB-Kabel mit dem Computer, starten Sie TrikdisConfig und lesen Sie die Einstellungen mit der Schaltfläche Read [F4] aus.
- Fügen Sie das Modul mit seiner Seriennummer zur Modulliste hinzu (Abschnitt 3.1).
- Geben Sie die Netzwerkeinstellungen ein (Abschnitt 3.2).
- Schreiben Sie die Einstellungen mit der Schaltfläche Write [F5] und prüfen Sie, ob das Hauptgerät das Modul gefunden hat (Abschnitt 3.1, Kapitel 4).
3.1 Modul zur Liste hinzufügen
Öffnen Sie die Modulseite, wählen Sie eine freie Zeile, wählen Sie in der Dropdown-Liste Module (bei G16 und G16T Module Type) das Modul und geben Sie im Feld Serial No. die 6-stellige Seriennummer des Moduls ein – Sie finden sie auf dem Aufkleber am Modulgehäuse und auf der Verpackung (SN).
| Hauptgerät | Seite und Registerkarte | Modulname in der Liste |
|---|---|---|
| G16, G16T | RS485 modules → Modules list | W17u/W485, E485 |
| GV17 GATOR | Modules → Modules | W485 (W17u) module, E485 communicator |
| G17F | Modules → RS485 modules | W485 (W17u) module, E485 communicator |
| FLEXi SP3 | Modules → RS485 modules | E485 communicator |

- G16, G16T: Nachdem Sie das Modul gewählt und die Seriennummer eingegeben haben, klicken Sie auf Write [F5], trennen Sie das USB-Kabel und warten Sie eine Minute, bis der Kommunikator das Modul registriert hat. Schließen Sie das Kabel dann wieder an und lesen Sie das Gerät aus (Read [F4]): Auf der Seite RS485 modules erscheint eine eigene, nummerierte Registerkarte des Moduls (zum Beispiel Module 1 W485).
- GV17 GATOR: Nachdem Sie das Modul gewählt und die Seriennummer eingegeben haben, erscheint die Registerkarte Parameters mit den Einstellungen des Moduls.
- G17F, FLEXi SP3: Sobald das Hauptgerät das Modul findet, erscheint in der Spalte Firmware version die Firmware-Version des Moduls – ein Zeichen dafür, dass das Modul antwortet.
Beim Funkkommunikator T16U / T16V ist das Hinzufügen und Einrichten des Moduls in Abschnitt 3.4 der Anleitung T16U / T16V beschrieben.
3.2 Netzwerkeinstellungen
Die Netzwerkfelder des Moduls sind bei den genannten Hauptgeräten gleich:
- DHCP mode – automatische Konfiguration: Das Modul erhält IP-Adresse, Subnetzmaske und Gateway vom Router (bei G16 und G16T in der Liste DHCP, sonst ein Kontrollkästchen). Bei manueller Konfiguration (G16, G16T: Static; sonst ohne Häkchen) füllen Sie die folgenden drei Felder aus.
- Static IP – feste IP-Adresse des Moduls im lokalen Netz: eine Adresse, die kein anderes Gerät nutzt und die außerhalb des DHCP-Bereichs des Routers liegt.
- Subnet mask – Subnetzmaske.
- Default gateway – Standard-Gateway, meist die Adresse des Routers.
- Wifi SSID name, Wifi SSID password (nur W485) – Name und Passwort des 2,4-GHz-WLAN-Netzes.
3.2.1 G16 und G16T
Auf der nummerierten Registerkarte des Moduls befindet sich unter den Netzwerkfeldern auch eine Tabelle: Dem Fehler des RS485-Busses (BUS_FAULT – die Verbindung zwischen Modul und Kommunikator wird unterbrochen und dann wiederhergestellt) können Sie einen Contact-ID-Code zuweisen (Enable, E/R, CID, Part., Zone). Das Ereignis erhalten sowohl die Leitstelle als auch Protegus 2.


Damit W485 und E485 funktionieren, muss im G16 bzw. G16T die Verbindung zur Leitstelle und/oder zu Protegus eingerichtet sein (Abschnitt 3.3), und es muss eine SIM-Karte eingelegt sein. Solange die WLAN- oder Kabelverbindung funktioniert, kommuniziert der Kommunikator darüber und nutzt keine mobilen Daten.
3.2.2 GV17 GATOR und G17F
Bei der GV17 geben Sie die Einstellungen nach Auswahl des Moduls auf der Registerkarte Parameters ein, beim G17F auf der Registerkarte W485 settings bzw. E485 settings. Die Felder der Gruppe Communicator network settings beschreibt Abschnitt 3.2; in der Gruppe SIM parameters legen Sie fest, wie das Hauptgerät die SIM-Karte neben dem Modul nutzt:
- Disable indication of the absence of a SIM card – wenn aktiviert, meldet das Hauptgerät keinen Fehler, wenn keine SIM-Karte eingelegt ist (beim Betrieb ohne SIM, nur über Internet).
- Use dial and SMS when working over internet module – wenn aktiviert, funktioniert die Steuerung per Anruf und SMS auch neben dem Modul. Ohne Häkchen nutzt das Hauptgerät weder Anrufe noch SMS, solange die Internetverbindung funktioniert; fällt das Internet aus, funktionieren Anrufe und SMS wieder, und das Hauptgerät sendet den Benutzern eine SMS.
- Disable the use of SIM card mobile data – wenn aktiviert, nutzt das Hauptgerät die mobilen Daten der SIM-Karte nicht, die Daten laufen nur über das Modul. Fällt das Internet aus, speichert das Hauptgerät die Ereignisse und sendet sie nach Wiederherstellung des Internets über das Modul.


Die Moduleinstellungen der GV17 finden Sie auch in ihrer eigenen Anleitung: Anleitung GV17 GATOR, Abschnitt 5.4.
3.2.3 FLEXi SP3
Die Einstellungen des E485 befinden sich auf der Registerkarte Modules → E485 settings: DHCP mode bzw. bei manueller Konfiguration Static IP, Subnet mask und Default gateway (Abschnitt 3.2).

Über welchen Weg die Zentrale kommuniziert, legen Sie auf der Seite Reporting to CMS, Registerkarte Settings, Gruppe Reporting mode fest: Main type, Backup type, Backup type 2 – SIM, WiFi oder LAN(E485), getrennt in der Spalte CMS und Protegus. Die Reihenfolge zählt: Kommt die Verbindung Main type nicht zustande, schaltet die Zentrale auf den Weg Backup type um, danach auf Backup type 2. Soll das E485 der Hauptweg sein, stellen Sie Main type auf LAN(E485).
Details: Anleitung FLEXi SP3, Abschnitte 5.3 und 5.5.
3.3 Leitstelle und Protegus 2
Das Modul überträgt die im Hauptgerät eingerichteten Verbindungen: Adresse, Port und Protokoll des Leitstellen-Empfängers sowie die Protegus-2-Verbindung stellen Sie auf den Seiten des Hauptgeräts ein, auf den Registerkarten des Moduls gibt es dafür keine Felder. (Beim T16U / T16V ist es anders: Dort geben Sie Empfänger und Protegus-Verbindung auf der Registerkarte des Moduls ein – Anleitung T16U / T16V, Abschnitt 3.4.) Falls sie noch nicht eingerichtet sind:
| Hauptgerät | Protegus 2 | Leitstelle (CMS) |
|---|---|---|
| G16 | Anleitung G16, Abschnitt 2.1 | Abschnitt 2.2 |
| G16T | Anleitung G16T, Abschnitt 2.1 | Abschnitt 2.2 |
| GV17 GATOR | Anleitung GV17 GATOR, Abschnitt 5.5 (IP Reporting, Cloud application) | Abschnitt 5.5 |
| FLEXi SP3 | Anleitung FLEXi SP3, Abschnitt 4.1 | Abschnitt 5.3 |
4. Funktionsprüfung
Prüfen Sie nach Anschluss und Einrichtung die ganze Kette: Hauptgerät → Modul → Leitstelle und/oder Protegus 2.
- Das Hauptgerät sieht das Modul. Bei G17F und FLEXi SP3 erscheint auf der Seite Modules in der Zeile des Moduls die Firmware version; bei G16 und G16T ist nach dem Auslesen die nummerierte Registerkarte des Moduls verfügbar (Abschnitt 3.1).
- Ereignis über das Modul. Schalten Sie die Anlage scharf und wieder unscharf oder lösen Sie ein anderes Ereignis aus, und prüfen Sie, ob es in der Leitstellen-Software und/oder in der Ereignisliste der App Protegus 2 angekommen ist.
- Umschalttest. Ziehen Sie das LAN-Kabel am E485 ab bzw. schalten Sie den WLAN-Router aus (W485) und lösen Sie ein weiteres Ereignis aus: Ist im Hauptgerät eine SIM-Karte eingelegt, muss das Ereignis auch jetzt ankommen, über das Mobilfunknetz. Stecken Sie das Kabel dann wieder ein bzw. schalten Sie den Router ein und prüfen Sie, ob die Ereignisse weiterhin korrekt ankommen.
- Protegus 2. Lässt sich das Hauptgerät auch per App steuern, schalten Sie die Anlage auch über die App Protegus 2 scharf und unscharf (bei der GV17 öffnen Sie das Tor).
Ist bei GV17 oder G17F Disable the use of SIM card mobile data aktiviert, läuft das Ereignis in Schritt 3 nicht über das Mobilfunknetz: Das Hauptgerät speichert es und sendet es nach Wiederherstellung des Internets über das Modul (Abschnitt 3.2.2). Das in G16 und G16T eingerichtete Ereignis BUS_FAULT meldet der Leitstelle und Protegus 2 die Unterbrechung der Verbindung zwischen Modul und Kommunikator (Abschnitt 3.2.1).
5. Häufige Fragen
Benötigt das Hauptgerät eine SIM-Karte?
Bei G16 und G16T ja: Bei ihnen braucht das Modul für den Betrieb eine SIM-Karte. GV17 GATOR (ab Firmware 1.06), G17F (ab Firmware 1.08) und FLEXi SP3 lassen sich mit dem Modul auch ohne SIM-Karte betreiben; die GV17 ist dann nur per App steuerbar, Anrufe und SMS funktionieren nicht. Ist eine SIM-Karte eingelegt, ist das Mobilfunknetz der Ersatzweg: Fällt das Internet aus, laufen die Meldungen darüber.
Funktioniert das W485 mit 5-GHz-WLAN?
Nein: Das W485 verbindet sich mit einem 2,4-GHz-Netz (802.11 b/g/n; Verschlüsselung WPA, WPA2 oder gemischt). Bei einem Dualband-Router muss das 2,4-GHz-Band eingeschaltet sein.
Braucht das Modul ein eigenes Netzteil?
Nein: Das Modul wird aus derselben Quelle wie das Hauptgerät versorgt, sein Versorgungseingang beträgt 9–28 V DC. Es nimmt in Ruhe 50 mA auf, höchstens 150 mA – berücksichtigen Sie das bei der Auslegung des gemeinsamen Netzteils bzw. der Belastung des AUX-Ausgangs der Zentrale.
Wie weit darf das Modul vom Hauptgerät entfernt sein?
Die RS485-Verbindung darf höchstens 100 m lang sein (Abschnitt 2.1). So kann das W485 dort sitzen, wo das WLAN-Signal gut ist, und das E485 beim Router oder an einer Netzwerkdose – das Hauptgerät kann an seinem Platz bleiben. Ab 1 m verwenden Sie ein Kabel mit verdrillten Adernpaaren (STP).
Brauche ich eine feste IP-Adresse, dynamisches DNS oder eine Portweiterleitung am Router?
Nein. Die Protegus-2-Verbindung läuft über den kostenlosen Protegus-2-Server, daher sind weder eine feste IP-Adresse noch dynamisches DNS (DynDNS) nötig. Die Verbindung baut das Hauptgerät nach außen auf, zum Leitstellen-Empfänger und zur Protegus-Cloud, daher muss am Router auch kein Port geöffnet werden. In einem gefilterten Netz – in Firmen oder Einrichtungen – muss der ausgehende Verkehr zu Adresse und Port des Empfängers sowie zur Protegus-Cloud freigegeben sein; stimmen Sie das vorab mit dem Netzwerkadministrator ab.
W485 oder E485 – welches soll ich wählen?
Wo Sie ein UTP-Kabel vom Router verlegen können, ist das E485 die stabilere Wahl: Eine kabelgebundene Verbindung wird nicht von einem schwächer werdenden WLAN-Signal beeinträchtigt. Wo kein Kabel liegt, das 2,4-GHz-WLAN aber gut ist, ist das W485 die bequeme Lösung. An die FLEXi SP3 lässt sich nur das E485 anschließen.
Lässt sich das W485 an die FLEXi SP3 anschließen?
Nein: In der Modulliste der SP3 steht nur das E485 (E485 communicator). Die SP3-Versionen mit WLAN haben das WLAN eingebaut (Anleitung FLEXi SP3, Kapitel 1).
Lässt sich das Modul an die 2G-Version des G16 anschließen?
Nein: Der G16 mit 2G-Modem (G16_G410) hat keinen RS485-Bus. Das Modul funktioniert mit der G16-Version 3G / 4G.
Was tun, wenn das Hauptgerät das Modul nicht sieht?
- Prüfen Sie die Seriennummer: die 6-stellige Nummer (SN) auf dem Aufkleber des Moduls.
- Prüfen Sie, ob die Adern A und B nicht vertauscht sind und jede an der richtigen Klemme liegt (Abschnitt 2.1, Tabelle).
- Prüfen Sie, ob das Modul versorgt wird (+DC, −DC) und der Minuspol beider Geräte gemeinsam ist.
- Bei G16 und G16T: Nach dem Hinzufügen des Moduls müssen die Einstellungen ins Gerät geschrieben, das USB-Kabel getrennt und vor dem erneuten Auslesen eine Minute gewartet werden (Abschnitt 3.1).
- Prüfen Sie, ob die Firmware des Hauptgeräts aktuell genug ist: GV17 GATOR ab 1.06, G17F ab 1.08.
Was tun, wenn sich das Modul nicht mit dem Netz verbindet?
- Bei DHCP sehen Sie im Router nach, ob das Modul eine IP-Adresse erhalten hat; bei manueller Konfiguration prüfen Sie IP-Adresse, Subnetzmaske und Gateway (Abschnitt 3.2).
- Beim W485 prüfen Sie Name und Passwort des WLAN-Netzes und ob das 2,4-GHz-Band des Routers eingeschaltet ist.
- Beim E485 prüfen Sie das LAN-Kabel und den Port des Routers (Switch).
- In einem gefilterten Netz prüfen Sie, ob der ausgehende Verkehr freigegeben ist (siehe oben, die Frage zur Portweiterleitung).
6. Sicherheitshinweise
Achtung!
Elektrizität kann gefährlich sein und zu persönlichen Verletzungen oder TODESfällen führen, sowie zu anderen finanziellen Verlusten oder Schäden, wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet oder installiert wird.
Die Installation erfordert die Arbeit mit elektrischen Geräten und sollte gemäß den gültigen Vorschriften durchgeführt werden!
Die Gewährleistung erfordert, dass das Gerät von qualifiziertem Personal installiert wird, das die Installationsvorschriften für elektrische Geräte einhält und den aktuellen Vorschriften für den sicheren Betrieb elektrischer Geräte folgt.
- W485 und E485 dürfen nur von einer qualifizierten Fachkraft installiert und gewartet werden.
- Lesen Sie vor dem Anschließen diese Anleitung und die Anleitung des Hauptgeräts.
- Trennen Sie vor jedem Anschließen die Versorgung – von Hauptgerät, Netzteil und Akku.
- Vom Hersteller nicht genehmigte Änderungen, Umbauten oder Reparaturen führen zum Verlust der Garantie.
- Beachten Sie die örtlichen Vorschriften zur Abfallentsorgung: Entsorgen Sie das Gerät nicht mit dem Hausmüll – geben Sie das Altgerät als Elektronikschrott ab.
Siehe auch
- Anleitung zum Kommunikator G16 und Anleitung zum Kommunikator G16T – Anschluss des Moduls (Abschnitte 3.7–3.8) und Fenster RS485 modules (G16: Abschnitt 6.7, G16T: Abschnitt 6.6).
- Anleitung GV17 GATOR – W485 und E485 (Abschnitte 2.7–2.8 und 5.4).
- Anleitung zur Alarmzentrale FLEXi SP3 – E485 (Abschnitte 3.9, 5.3 und 5.5).
- Anleitung T16U / T16V – RS485-Module (Abschnitte 2.6 und 3.4).
- Trikdis W485 WiFi-Modul und Trikdis E485 Ethernet-Modul – Produktseiten.
Die Anleitungen auf docs.trikdis.com sind in englischer Sprache.


