Brandmeldekommunikator FireCom – Installations- und Programmieranleitung
Installations- und Programmieranleitung für den Trikdis-Brandmeldekommunikator FireCom mit Ethernet und 4G (EN 54-21, EN 54-4): Stromversorgung und Akku, Anschluss an die Ausgänge oder an den RS485-Bus der Brandmelderzentrale (ESPA 4.4.4, NSC Solution, INIM Smartline, C-TEC Cast ZFP, Polon-Alfa 3000), Einrichtung in TrikdisConfig, Leitstelle, Protegus 2, Steuerung per SMS und Anruf.
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1. Überblick
Der Trikdis FireCom ist ein nach EN 54 zertifizierter Brandmeldekommunikator mit Ethernet- und 4G-Mobilfunkverbindung (zwei SIM-Karten).
Der FireCom überträgt die Meldungen der Brandmelderzentrale über das lokale Netzwerk (LAN) und/oder das Mobilfunknetz an den Empfänger der Leitstelle. Funktionsprinzip: Wird ein Eingang (eine Zone) des Kommunikators ausgelöst, sendet der FireCom über das mobile Internet und/oder das lokale Netzwerk eine Ereignismeldung an den Empfänger der Leitstelle oder in die App Protegus 2; außerdem kann er eine SMS senden und einen Telefonanruf auslösen. Der Kommunikator ist mit 4G-Modem erhältlich. Die Einstellungen nehmen Sie mit der Software TrikdisConfig vor, über USB-Kabel oder aus der Ferne.
| Zertifizierung | Angabe |
|---|---|
| Norm | Der FireCom erfüllt die Anforderungen der Normen EN 54-21:2006 und EN 54-4:1997/AC:1999/A1:2002/A2:2006 und die in Anhang A der EN 54-21 für Übertragungssysteme des Typs 1 vorgeschriebenen Leistungsanforderungen. |
| Zertifikat | 1922-CPR-2083 – Brandmelde- und Feueralarmanlagen. Übertragungseinrichtungen für Brand- und Störungsmeldungen. Energieversorgungseinrichtung. |
| Zertifizierungsstelle | Notifizierte Produktzertifizierungsstelle Nr. 1922 „Dedal“ – Nesebar, Mladost str. 50, 8230 Bulgarien |
| Technischer Support von Trikdis | support@trikdis.lt, +37067422877 |
1.1 Wofür er gedacht ist und wie er funktioniert
Verbindung mit der Brandmelderzentrale
- An die Ausgänge der Zentrale angeschlossen: Die Zustandsausgänge der Zentrale (Alarm, Störung usw.) werden mit den Eingängen des FireCom verbunden (Punkt 3.4).
- Über den Bus RS485 2: an Brandmelderzentralen mit dem Protokoll ESPA 4.4.4, an NSC Solution, INIM Smartline, C-TEC Cast ZFP und Polon-Alfa 3000 (Punkte 3.5–3.9); die Polon-Alfa 3000 kann auch über das lokale Netzwerk (LAN) angeschlossen werden.
- Gemäß EN 54 melden zwei Relaisausgänge der Zentrale eine Störung der Verbindung zur Leitstelle und den erfolgreichen Empfang der Meldung (Punkt 3.12).
Meldungen an die Leitstelle
- Er sendet die Ereignisse über das eingebaute LAN-Modul oder über das 4G-Mobilfunkmodem.
- Er sendet die Ereignisse über die verfügbaren Kommunikationskanäle in der eingestellten Reihenfolge.
- Jede Leitstelle kann seine Meldungen empfangen, wenn sie einen Software- oder IP-Empfänger von Trikdis oder einen IP-Empfänger eines anderen Herstellers mit Unterstützung des IP-Protokolls SIA DC-09 hat.
- Der Übertragung an die Leitstelle kann Vorrang gegeben werden: Die Meldungen gehen zuerst an die Leitstelle und erst danach in Protegus 2.
- Er kann Ereignisse auch an die Empfänger zweier verschiedener Leitstellenbetreiber senden.
- Er sendet die Ereignismeldungen mit Contact-ID- oder SIA-Codes.
Meldungen an die Benutzer
- Er ruft die gewählten Telefonnummern an (höchstens 8 Benutzer).
- Er sendet SMS über die Ereignisse.
- Er sendet Push-Benachrichtigungen und Ereignisbenachrichtigungen mit besonderem Signalton in die App Protegus 2.
- Temperaturüberwachung aus der Ferne.
Fernsteuerung der Ausgänge
- aus der App Protegus 2;
- durch Anruf der Telefonnummer des Geräts;
- per SMS-Nachricht.
Einrichtung und Installation
- Einrichtung per USB-Kabel oder aus der Ferne mit der Software TrikdisConfig.
- Firmware-Aktualisierung aus der Ferne.
- Zwei Zugriffsebenen (Kontotypen) für die Einstellungen: Installateur und Administrator.
Ein- und Ausgänge
- 3 Relaisausgänge (1 A, 30 V DC).
- Der Eingang FLOOP dient zum Anschluss von Zweidraht-Brandmeldern.
- 10 I/O-Klemmen, die jeweils als Eingang (IN) oder als Ausgang (OUT) eingestellt werden können. Als Eingang wählbarer Typ: NC, NO, EOL, EOL_T, ATZ, ATZ_T. In den EOL- und ATZ-Schaltungen können Widerstände unterschiedlicher Werte verwendet werden.
- Mit iO-Erweiterungsmodulen lässt sich die Zahl der Eingänge (IN) auf 32 und die Zahl der Ausgänge (OUT) auf 16 erhöhen.
- Am Bus RS485 (A1, B1) werden die Erweiterungsmodule der iO-Serie angeschlossen.
- Am Bus RS485 2 (A2, B2) wird die Brandmelderzentrale angeschlossen.
1.2 Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bänder des LTE-Modems | EU (Europa): LTE-FDD B1 / B3 / B5 / B7 / B8 / B20 / B28; LA (Lateinamerika): LTE-FDD B2 / B3 / B4 / B5 / B7 / B8 / B28 / B66 |
| Versorgungsspannung | 15–32 V DC, 2,5 A |
| Stromaufnahme | im Ruhezustand höchstens 50 mA; beim Senden höchstens 300 mA; bei der mit externen Geräten erreichbaren Höchstlast höchstens 2,5 A |
| Ersatzstromquelle [BAT] | 12-V-Bleiakku, 4 Ah / 7 Ah |
| Ladestrom des Akkus | höchstens 500 mA |
| Versorgungsspannung und Strom für externe Geräte [AUX] | 12 V DC, höchstens 1 A |
| Übertragungsprotokoll | TRK, SIA DC-09_2007, SIA DC-09_2012, SIA DC-09_IPcom, TL150 |
| Verschlüsselungsschlüssel | 6 Zeichen |
| Verbindung mit der Leitstelle | TCP/IP oder UDP/IP |
| Ereigniscodes | Contact ID, SIA |
| LAN-Modul | vorhanden, eingebaut |
| Einrichtung des LAN-Netzwerks | DHCP oder manuell |
| SIM-Karte | 2 Stück, Nano-Format |
| Meldungsziele | an den Haupt- und Ersatzempfänger zweier verschiedener Leitstellenbetreiber; in die Protegus-2-Cloud, in die App Protegus 2 für iOS und Android; per SMS an 8 Mobiltelefone; ruft 8 Mobiltelefone an |
| Kanäle für die Ereignisübertragung | 4G, Ethernet (LAN), SMS, Anruf |
| Verschlüsselung der Meldungen | vorhanden |
| Interne Uhr | vorhanden |
| Benutzer | 40 |
| Klemmen mit Doppelfunktion [I/O] | 10; die Funktion IN oder OUT ist bei der Programmierung wählbar. Bei IN wählbarer Typ: NC, NO, EOL, EOL_T, ATZ, ATZ_T. Bei OUT ist die Klemme ein Open-Collector-Ausgang (OC), höchstens 100 mA |
| Zahl der Gruppen | 8 |
| Zahl der Zonen | 10 (mit ATZ 20); mit Erweiterungen auf 32 erweiterbar |
| Zahl der PGM-Ausgänge | 3 Relais (1 A, 30 V DC); wenn Sie die I/O-Klemmen als Ausgang einstellen, 13; mit Erweiterungen auf 16 erweiterbar |
| Meldungsspeicher | 60 Ereignisse |
| Ereignisprotokoll | höchstens 1000 Ereignisse; die ältesten Einträge werden automatisch gelöscht |
| Einrichtung | aus der Ferne mit der Software TrikdisConfig oder vor Ort über USB-Type-C-Kabel |
| Länge des 1-Wire-Datenbusses [1 WIRE] | höchstens 30 m |
| Kompatible Temperatursensoren | Maxim® / Dallas® DS18S20, DS18B20; Serie AM2301 |
| Zahl der am 1-Wire-Datenbus anschließbaren Temperatursensoren | 8 (Dallas) oder 1, wenn Sie einen Sensor der Serie AM2301 verwenden |
| RS485-Busse | 2 |
| Länge des RS485-Busses | höchstens 100 m |
| Unterstützte Module | Erweiterungsmodul iO-8; iO-MO – Funk-Sendeempfänger iO-WL; Erweiterungsmodul iO-LORA; Erweiterungsmodul iO8-LORA; Paniktaste PB-LORA; Erweiterungsmodul REL-LORA; Brandmelderzentralen mit dem Protokoll ESPA 4.4.4; Brandmelderzentralen NSC Solution, INIM Smartline, C-TEC Cast ZFP und Polon-Alfa 3000 |
| Betriebsumgebung | –10 … +50 °C, höchstens 80 % relative Luftfeuchtigkeit bei +20 °C |
| Abmessungen | 235 × 205 × 92 mm |
| Gewicht | 1,35 kg |
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
Trikdis FireCom Ethernet + 4G Brandmelder-Übertragungsgerät
1.3 Die Teile des Kommunikators
Die Zahlen in der Abbildung bezeichnen die Teile der Platine des FireCom. Die Platine befindet sich zusammen mit dem Netzteil in einem Metallgehäuse (Kapitel 3).

- 1 Anzeigeleuchten (LEDs) für Verbindung und Betrieb
- 2 Taster – wird nicht verwendet
- 3 Klemmenleiste der Ersatzstromversorgung
- 4 Klemmenleiste der Hauptstromversorgung
- 5 Taste RESET
- 6 externe Klemmenleiste
- 7 1-Wire-Klemmenleiste
- 8 LAN-Anschluss
- 9 Klemmenleiste der Relaisausgänge
- 10 SIM-Kartenhalter
- 11 Anschluss der Mobilfunkantenne (GSM)
- 12 USB-Type-C-Anschluss
1.4 Die Klemmen
Die Namen der Klemmen stehen auf der Platine neben den Klemmenleisten.
| Klemme | Funktion |
|---|---|
| + (Versorgungsklemme) | Pluspol der Versorgungsspannung (15–32 V DC) |
| − (Versorgungsklemme) | Minuspol der Versorgungsspannung (15–32 V DC) |
| BAT+ | Pluspol der Ersatzstromversorgung (12 V) |
| BAT− | Minuspol der Ersatzstromversorgung (12 V) |
| AUX+ | positive 12-V-Versorgungsklemme für externe Geräte |
| AUX− | gemeinsame negative Klemme |
| A1, B1 (RS485) | RS485-Bus zum Anschluss der iO-Erweiterungen |
| A2, B2 (RS485) | RS485-Bus zum Anschluss der Brandmelderzentrale |
| IO1–IO10 | Ein- und Ausgangsklemmen (ab Werk Eingang) |
| C | gemeinsame negative Klemme |
| AUX+ | positive 12-V-Versorgungsklemme für externe Geräte |
| FLOOP | Klemme zum Anschluss eines Zweidraht-Brandmelders |
| +5V | positive 5-V-Versorgungsklemme mit 0,2 A für die 1-Wire-Geräte |
| 1W (1 WIRE) | Klemme des 1-Wire-Datenbusses |
| C | gemeinsame negative Klemme |
| NO1 / C1 / NC1 | Klemmen des 1. PGM-Relaisausgangs |
| NO2 / C2 / NC2 | Klemmen des 2. PGM-Relaisausgangs |
| NO3 / C3 / NC3 | Klemmen des 3. PGM-Relaisausgangs |
1.5 Anzeigeleuchten
Auf der Platine befinden sich fünf Anzeigeleuchten (SIM, ETH, DAT, STA, FPS), auf der Frontseite des Gehäuses drei (POWER, DATA, TROUBLE). Die Tabelle beschreibt die Paare DAT / DATA, STA / TROUBLE und FPS / POWER gemeinsam; wo eine Anzeige nur für eine der beiden gilt, steht deren Name in Klammern.
| Anzeige | Licht | Bedeutung |
|---|---|---|
| SIM | leuchtet nicht | nicht mit dem Mobilfunknetz verbunden |
| grün blinkend | die SIM-Karte meldet sich im Mobilfunknetz an | |
| grün, dauerhaft | die SIM-Karte ist im Mobilfunknetz angemeldet | |
| grün dauerhaft und gelb blinkend | mit dem Mobilfunknetz verbunden; im 4G-Netz sind 3 gelbe Blinkzeichen bereits eine ausreichende Signalstärke | |
| ETH | grün blinkend | das LAN-Kabel ist nicht angeschlossen, oder es liegt ein DHCP-Fehler vor |
| grün, dauerhaft | mit dem lokalen Netzwerk (LAN) verbunden | |
| DAT / DATA | leuchtet nicht | alle Ereignismeldungen sind gesendet |
| grün, dauerhaft | Meldung wird gerade gesendet | |
| gelb, dauerhaft (DAT) | im Speicher befinden sich nicht gesendete Ereignismeldungen | |
| STA / TROUBLE | grün, dauerhaft (STA) | beim Einschalten: der Kommunikator startet |
| grün blinkend (STA) | nach dem Start: keine Betriebsstörung | |
| leuchtet nicht (TROUBLE) | keine Betriebsstörung | |
| 1 rotes Blinkzeichen | keine SIM-Karte eingelegt | |
| 2 rote Blinkzeichen | der PIN-Code der SIM-Karte ist falsch | |
| 3 rote Blinkzeichen | kann sich nicht mit dem Mobilfunknetz verbinden | |
| 4 rote Blinkzeichen | kann sich auf dem Primärkanal nicht mit dem IP-Empfänger verbinden | |
| 5 rote Blinkzeichen | kann sich auf dem Ersatzkanal nicht mit dem IP-Empfänger verbinden | |
| 6 rote Blinkzeichen | keine DC-Versorgungsspannung | |
| 7 rote Blinkzeichen | Störung des AUX-Ausgangs (Überstrom oder Überspannung) | |
| 8 rote Blinkzeichen | Akkustörung | |
| 9 rote Blinkzeichen | das LAN-Kabel ist nicht angeschlossen | |
| 10 rote Blinkzeichen | DHCP-Fehler im lokalen Netzwerk (LAN) | |
| FPS / POWER | leuchtet nicht | die Stromversorgung ist nicht angeschlossen |
| grün, dauerhaft | die Stromversorgung ist in Ordnung | |
| 1 grünes Blinkzeichen | keine Netzspannung (AC) | |
| 2 grüne Blinkzeichen | die Spannung der Ersatzstromversorgung reicht nicht aus |
Die richtige Anzeige nach dem Einschalten und die Bewertung der Signalstärke beschreibt Punkt 3.14.
1.6 Für die Installation benötigtes Zubehör
Prüfen Sie vor Beginn der Installation, ob Sie alles zur Hand haben:
- USB-Type-C-Kabel für die Einrichtung;
- mindestens 4-adriges Kabel zur Verbindung des Kommunikators mit der Brandmelderzentrale;
- Schlitzschraubendreher 2,5 mm;
- externe Mobilfunkantenne, wenn die Signalstärke vor Ort schwach ist;
- aktivierte Nano-SIM-Karte (die PIN-Abfrage kann ausgeschaltet werden);
- die Anleitung der Brandmelderzentrale, an die Sie den Kommunikator anschließen.
Das aufgeführte Zubehör müssen Sie separat beschaffen – bestellen Sie es bei Ihrem Händler. Ist die Signalstärke vor Ort schwach, verwenden Sie eine abgesetzte Antenne mit Kabel:
Trikdis ME301M Magnetantenne mit 2,5 m Draht
Trikdis Ant04 GSM Stick-On-Antenne mit 2,5 m Draht
2. Stromversorgung
2.1 Hauptstromversorgung
Der Kommunikator muss aus einer Gleichstromquelle (DC) versorgt werden. Für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung muss an das System eine Ersatzstromquelle – ein 12-V-Akku – angeschlossen werden. Als Ersatzstromquelle eignet sich ein 12-V-Bleiakku mit 4 Ah oder 7 Ah (Punkt 1.2); zu seiner Auswahl siehe den Hinweis in Punkt 3.1.
12 V 7 Ah Gel-Akku für Alarmzentrale
2.2 Ersatzstromversorgung
Tritt bei der Hauptstromversorgung ein Problem auf, sendet der Kommunikator die Ereignismeldung DC Fault (DC-Störung) und schaltet automatisch auf den 12-V-Ersatzakku um. Sinkt die Akkuspannung auf 11,5 V, wird die Ereignismeldung Low Battery (niedrige Akkuspannung) erzeugt. Fällt die Spannung unter 9,5 V, wird der Akku abgeschaltet. Kehrt die DC-Versorgungsspannung zurück, wird die Meldung DC Restore (DC wiederhergestellt) erzeugt, und das Laden des Akkus beginnt automatisch. Erreicht die Akkuspannung 12,6 V, wird die Ereignismeldung Battery Restore (Akku wiederhergestellt) erzeugt.
2.3 Lieferumfang
| Bezeichnung | Menge |
|---|---|
| Kommunikatorplatine FireCom mit Antenne, im Metallgehäuse montiert | 1 Stück |
| Metallgehäuse mit Mean-Well-Schaltnetzteil | 1 Stück |
| Widerstand 10 kΩ | 20 Stück |
| Kabel zum Anschluss des Akkus | 1 Stück |
| Sabotagekontakt (Tamper) | 1 Stück |
| Klemmenleiste mit 3,15-A-Sicherung | 1 Stück |
| Befestigungsmaterial (4 Schrauben, 4 Nylondübel) | 1 Satz |
Das für die Programmierung des Kommunikators erforderliche USB-Kabel (Type-C) muss separat gekauft werden.
3. Installation und Anschluss
Achtung!
Es ist verboten, die Verkabelung an einem unter Spannung stehenden Gerät durchzuführen. Vor der Arbeit muss die Stromversorgung getrennt werden (einschließlich der Backup-Batterien).Die Platine des Kommunikators wird in ein Montagegehäuse eingebaut, in dem das DC-Netzteil mit der 3,15-A-Sicherung bereits montiert ist und auch der Ersatzakku Platz findet. Das Kapitel beschreibt die Reihenfolge des Anschlusses, den Anschluss der Melder, der Rauchmelder und der Brandmelderzentralen (an die Ausgänge der Zentrale bzw. über den Bus RS485 2 an Zentralen mit dem Protokoll ESPA 4.4.4, an NSC Solution, INIM Smartline, C-TEC Cast ZFP und Polon-Alfa 3000), die Temperatursensoren, das Relais und den LED-Signalgeber, die Eingänge der Zentrale, die iO-Erweiterungsmodule und zuletzt das Einschalten des Kommunikators.
Die Abmessungen der FireCom-Platine
Die Abbildung zeigt die Abmessungen der Platine und der Befestigungsbohrungen (in Millimetern) sowie die Lage der Bohrungen.

3.1 Reihenfolge des Anschlusses
Die Zahlen in der Abbildung entsprechen den Nummern der folgenden Schritte.

- Wenn Sie eine SIM-Karte verwenden, legen Sie die aktivierte SIM-Karte in den SIM-Halter ein.
- Wenn Sie ein lokales Netzwerk (LAN) verwenden, schließen Sie das LAN-Kabel an.
- Schließen Sie die Brandmelder, die Signalgeber und die gesteuerten Geräte nach den angegebenen Anschlusszeichnungen und nach der eigenen Anschlusszeichnung jedes anzuschließenden Geräts an.
- Schließen Sie die Netzleitungen (AC) an die Klemmen an.
- Setzen Sie den Ersatzakku in das Montagegehäuse ein. Verbinden Sie die Pole des Akkus mit den Klemmen BAT+ / BAT− des Kommunikators.
Nach der Anforderung der Norm EN 54 muss sich der Akku innerhalb von 24 Stunden auf 80 % seiner Kapazität aufladen und den Rest in den folgenden 48 Stunden erreichen – wählen Sie einen entsprechenden Akku.
Was muss das Netzwerk bieten? Der Kommunikator baut die ausgehende Verbindung zum Leitstellenempfänger und zur Protegus-Cloud selbst auf, deshalb müssen am Router keine Ports geöffnet oder weitergeleitet werden, und weder eine öffentliche feste IP-Adresse noch dynamisches DNS ist nötig. Erforderlich sind:
- ein freier Ethernet-Port am Router oder Switch;
- DHCP (Werkseinstellung) oder eine vom Netzwerkadministrator vergebene feste IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS;
- die Freigabe des ausgehenden Datenverkehrs zur Adresse und zum Port des Empfängers (TCP oder UDP, je nach Einstellung des Empfängers) sowie zur Protegus-Cloud.
In gefilterten Netzwerken – in Unternehmen und Institutionen – stimmen Sie dies vorab mit dem Netzwerkadministrator ab: Bei Heimroutern sind standardmäßig alle ausgehenden Verbindungen erlaubt, in einem durch eine Firewall geschützten Netzwerk kann jedoch eine eigene Regel nötig sein.
3.2 Anschluss der Melder
Auf der Platine des Kommunikators dienen 10 Klemmen (IO1–IO10, Eingänge) zum Anschluss der Melderkreise. Die Zahl der Eingänge lässt sich mit Eingangserweiterungen (iO-8, iO-MO, iO-LORA, iO8-LORA) auf 32 erhöhen. Jede Klemme kann als Eingang eingestellt werden und Zoneneigenschaften erhalten: den Schaltungstyp (NO, NC, EOL, EOL_T, ATZ, ATZ_T) und die Empfindlichkeit gegenüber kurzzeitigen Ereignissen im Stromkreis (Punkt 6.6, Seite Zones).
Es folgen die Anschlusszeichnungen der Melder. Die wählbaren Werte der Widerstände (RT – Sabotage, R1 – Melder 1, R2 – Melder 2):
| RT | R1 | R2 |
|---|---|---|
| 2,2 kΩ | 2,2 kΩ | 4,7 kΩ |
| 1 kΩ | 1 kΩ | 2,2 kΩ |
| 5,6 kΩ | 5,6 kΩ | 3,3 kΩ |
| 5,6 kΩ | 3,3 kΩ | 5,6 kΩ |
| 3,3 kΩ | 6,8 kΩ | 3,3 kΩ |
| 2,2 kΩ | 4,7 kΩ | 8,2 kΩ |
| 10 kΩ | 10 kΩ | 5,6 kΩ |
Die verwendeten Werte geben Sie auf der Seite System Options im Feld EOL Type an (Punkt 6.2).





- T Sabotagekontakt („Tamper“), meldet das Öffnen des Meldergehäuses

- 1 Kreis von Melder 1 („Detector terminal 1“)
- 2 Kreis von Melder 2 („Detector terminal 2“)

- T Sabotagekontakt („Tamper“), meldet das Öffnen des Meldergehäuses
- 1 Kreis von Melder 1 („Detector terminal 1“)
- 2 Kreis von Melder 2 („Detector terminal 2“)
3.3 Anschluss der Rauchmelder
Zweidraht-Rauchmelder an der Klemme FLOOP
Wenn Sie diesen Anschluss verwenden, muss auf der Seite Zones als Eingang (Input) der Zone der Eingang FC Fire sensor (FLOOP input) gewählt werden (Punkt 6.6). Der Alarmstrom des Brandmelders muss größer als 10 mA sein. An die Klemme FLOOP können höchstens 8 Brandmelder angeschlossen werden.

- EOL Abschlusswiderstand 2,2 kΩ („End of line resistor“)
Zweidraht-Rauchmelder mit dem Relaismodul SM1
Wenn Sie den Rauchmelderkreis an einen gewählten Eingang anschließen, muss der Eingang (IOx) eingeschaltet und der Schaltungstyp eingestellt werden (NO, NC, EOL, EOL_T, ATZ, ATZ_T; Punkt 6.6, Seite Zones). Wenn Sie den Versorgungskreis der Rauchmelder an den PGM-Ausgang (IO10) anschließen, muss dem Ausgang die Funktion Fire Sensor Reset zugewiesen werden (Punkt 6.7, Seite PGM).
Das Relais K1 dient zur Erkennung eines Leitungsbruchs und des Entfernens eines Brandmelders. Wenn Sie kein Relais (K1) verwenden, muss der Kontakt K1 kurzgeschlossen werden.

- R Relais K1 („Relay“) – seine Aufgabe steht im Hinweis oben
- EOL der Abschlusswiderstand R1 („End of line resistor“)
Oder:

- R Relais K1 („Relay“) – seine Aufgabe steht im Hinweis oben
- EOL der Abschlusswiderstand R1 („End of line resistor“)
Vierdraht-Rauchmelder
Wenn Sie den Rauchmelderkreis an einen gewählten Eingang anschließen, muss der Eingang (IOx) eingeschaltet und der Schaltungstyp eingestellt werden (NO, NC, EOL, EOL_T, ATZ, ATZ_T; Punkt 6.6, Seite Zones). Wenn Sie den Versorgungskreis der Vierdraht-Rauchmelder an den PGM-Ausgang (IO10) anschließen, muss dem Ausgang die Funktion Fire Sensor Reset zugewiesen werden (Punkt 6.7, Seite PGM).
Das Relais K1 dient auch hier zur Erkennung eines Leitungsbruchs und des Entfernens eines Brandmelders. Wenn Sie kein Relais (K1) verwenden, muss der Kontakt K1 kurzgeschlossen werden.

- R Relais K1 („Relay“) – seine Aufgabe steht im Hinweis oben
- EOL der Abschlusswiderstand R1 („End of line resistor“)
3.4 Anschluss an die Ausgänge der Brandmelderzentrale
Wenn Sie den Zustand der Brandmelderzentrale überwachen möchten, schließen Sie die entsprechenden Ausgänge der Zentrale an die Eingänge des FireCom an. Die Ausgänge der Zentrale (PGM1, PGM2, PGM3) müssen in der Zentrale als Zustandsausgänge (Alarm, Störung usw.) eingestellt werden. Die Zeichnung gibt es in zwei Varianten: wenn der FireCom aus den 24 V der Zentrale versorgt wird (ohne eingebautes Netzteil) und wenn er aus seinem eigenen, eingebauten Netzteil betrieben wird.


3.5 Brandmelderzentrale mit dem Protokoll ESPA 4.4.4
Schließen Sie die Brandmelderzentrale mit dem Protokoll ESPA 4.4.4 über den Bus RS485 2 (A2, B2) an den FireCom an, wie in den folgenden Zeichnungen gezeigt.


Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig, wenn er an eine Brandmelderzentrale mit dem Protokoll ESPA 4.4.4 angeschlossen ist:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface das Protokoll ESPA 4.4.4.
- Wählen Sie die Verbindungsart (Connection).
- Die Datenübertragungsparameter des FireCom und der Brandmelderzentrale müssen gleich sein.

- 1 Interface type – Auswahl von ESPA 4.4.4
- 2 Connection – die Verbindungsart (im Bild RS485)
- 3 Datenübertragungsparameter (im Bild Baudrate 9600, 8 Datenbits, Parität None, 1 Stoppbit, Delay 0 ms)
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie auf der Seite System events, Registerkarte SMS & Call reporting, das Häkchen SMS (oder Call).

- 5 die Kontrollkästchen SMS und Call
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3). Die Ereignismeldungen werden mit dem Protokoll SIA DC-09 gesendet.
Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
3.6 Brandmelderzentrale NSC Solution
Schließen Sie die Brandmelderzentrale NSC Solution über den Bus RS485 2 an den FireCom an, wie in den folgenden Zeichnungen gezeigt.


Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig, wenn er an eine Brandmelderzentrale NSC Solution angeschlossen ist:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface die Zentrale NSC solution.
- Die NSC slave address (die Slave-Adresse des Kommunikators) darf nicht mit der Adresse der an die Brandmelderzentrale angeschlossenen Module übereinstimmen.

- 1 Interface type – Auswahl von NSC solution
- 2 NSC slave address – im Bild 10
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Die Benutzer erhalten über die angehakten Ereignisse SMS und Anrufe (Seite Users & Reporting, Registerkarte SMS for Panel events). In der Spalte CID können Sie weitere Contact-ID-Ereigniscodes hinzufügen; zu den neuen Codes müssen Sie auch den SMS-Text eingeben. Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie das Häkchen SMS (oder Call).

- 4 die Spalten SMS und Call von Benutzer 1
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3).
Schalten Sie nach der Einrichtung des FireCom die Versorgung der Brandmelderzentrale ein und warten Sie, bis die Software der Zentrale geladen ist. Danach müssen an der Zentrale die am RS485-Bus angeschlossenen Module gesucht (gescannt) werden. Drücken Sie an der Zentrale: PROG. > INSTALLER > (Errichtercode eingeben) 00000 OK > (auswählen) SETTINGS > ENTER > (auswählen) SCAN RS485 > ENTER. Warten Sie das Ende der Suche ab und kehren Sie dann durch zweimaliges Drücken der Taste CANCEL zum Hauptbildschirm zurück.
Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
3.7 Brandmelderzentrale INIM Smartline
Schließen Sie die Brandmelderzentrale INIM Smartline über den Bus RS485 2 an den FireCom an, wie in den folgenden Zeichnungen gezeigt.


Wenn Sie die Zentrale INIM Smartline über den RS485-Bus an den FireCom anschließen, muss die Zentrale in den Slave-Modus (untergeordneter Modus) versetzt werden – das können Sie im Programm SmartLeague der Zentrale tun.

- Wenn an die Zentrale INIM Smartline Repeater angeschlossen sind, kann der FireCom nicht über den RS485-Bus angeschlossen werden.
- Wenn der FireCom über den RS485-Bus an die Zentrale INIM Smartline angeschlossen ist, werden die iO-Erweiterungsmodule nicht unterstützt.
Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig, wenn er an eine Brandmelderzentrale INIM Smartline angeschlossen ist:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface die Zentrale INIM smartline.

- 1 Interface type – Auswahl von INIM smartline
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Die Benutzer erhalten über die angehakten Ereignisse SMS und Anrufe (Seite Users & Reporting, Registerkarte SMS for Panel events; das Bild der Registerkarte steht in Punkt 3.6). In der Spalte CID können Sie weitere Contact-ID-Ereigniscodes hinzufügen; zu den neuen Codes müssen Sie auch den SMS-Text eingeben. Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie das Häkchen SMS (oder Call).
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3).
Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
3.8 Brandmelderzentrale C-TEC Cast ZFP
Schließen Sie die Brandmelderzentrale C-TEC Cast ZFP über den Bus RS485 2 an den FireCom an, wie in den folgenden Zeichnungen gezeigt.


Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig, wenn er an eine Brandmelderzentrale C-TEC Cast ZFP angeschlossen ist:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface die Zentrale C-TEC Cast ZFP.

- 1 Interface type – Auswahl von C-TEC Cast ZFP
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Die Benutzer erhalten über die angehakten Ereignisse SMS und Anrufe (Seite Users & Reporting, Registerkarte SMS for Panel events; das Bild der Registerkarte steht in Punkt 3.6). In der Spalte CID können Sie weitere Contact-ID-Ereigniscodes hinzufügen; zu den neuen Codes müssen Sie auch den SMS-Text eingeben. Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie das Häkchen SMS (oder Call).
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3).
Einrichtung der Zentrale mit dem Programm ZFPtools
Installieren Sie das Programm ZFPtools auf dem Computer und starten Sie es. Schalten Sie die Versorgung der Brandmelderzentrale ein und warten Sie, bis die Software der Zentrale geladen ist. Verbinden Sie die Zentrale über ein USB-2.0-A-B-Kabel mit dem Computer. Die Markierungsnummern in den Bildern entsprechen den Nummern der Schritte.
- Öffnen Sie die Registerkarte Node View.

- 1 Node View
- Laden Sie die Einstellungen der Zentrale auf den Computer herunter.

- 2 Retrieve All Data – Herunterladen der Einstellungen der Zentrale
- Geben Sie den Code ein (ab Werk 4444).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche OK.

- 3 die Felder des Codes
- 4 OK (grünes Häkchen)
- Wählen Sie das Element BMS Interface.
- Klicken Sie auf ein freies Symbol.

- 5 BMS Interface in der Liste Device Palette
- 6 freier Platz im Bereich Devices (im Bild Platz 16)
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Edit Devices.

- 7 Edit Devices
- Geben Sie auf der Registerkarte Device den Namen des Systems ein.

- 8 Name – der Name des Systems (im Bild FIRECOM)
- Geben Sie auf der Registerkarte Properties den Namen des Systems ein.
- Geben Sie den Bus ABUS RS485 an, an den der FireCom angeschlossen ist.
- Stellen Sie die Meldungen ein.
- Schreiben Sie die Einstellungen in die Zentrale.

- 9 Name – der Name des Systems (FIRECOM)
- 10 Connection – ABUS RS485
- 11 die Meldungen: Zone Disablements – Reports Zone; Input Group Disablements, Output Group Disablements, Group Actions – Reports Group
- 12 Send All Data – Schreiben der Einstellungen in die Zentrale
- Geben Sie den Code ein (ab Werk 4444).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche OK (das Fenster Panel Log In ist dasselbe wie bei den Schritten 3–4).
Die Zentrale ist programmiert. Ziehen Sie das USB-2.0-A-B-Kabel aus der Zentrale.
Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
3.9 Brandmelderzentrale Polon-Alfa 3000
Anschluss über den RS485-Bus
Der FireCom wird über den RS485-Bus an die Zentrale Polon-Alfa 3000 angeschlossen.

Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface die Zentrale Polon-Alfa 3000.
- Wählen Sie als Verbindungsart (Connection) RS485.

- 1 Interface type – Auswahl von Polon-Alfa 3000
- 2 Connection – RS485
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie das Häkchen SMS (oder Call) (Seite System events, Registerkarte SMS & Call reporting, Punkt 6.9).
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3).
Die Zentrale Polon-Alfa 3000 muss mit dem Modul MK-30 im Programm POLON Studio so eingerichtet werden, dass sie mit dem Protokoll Modbus RTU (RS485) arbeitet.

Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
Anschluss über das lokale Netzwerk (LAN)
Der FireCom und die Zentrale Polon-Alfa 3000 sind mit demselben lokalen Netzwerk (LAN) verbunden.

- 1 LAN-Kabel („LAN cable“)
Einrichtung des FireCom in TrikdisConfig:
- Wählen Sie auf der Seite Modules in der Gruppe RS485 2 interface die Zentrale Polon-Alfa 3000.
- Wählen Sie als Verbindungsart (Connection) TCP.
- Geben Sie die IP-Adresse der Zentrale Polon-Alfa 3000 ein (IP address).

- 1 Interface type – Auswahl von Polon-Alfa 3000
- 2 Connection – TCP
- 3 IP address – die IP-Adresse der Zentrale (im Bild 192.168.1.2)
- Setzen Sie auf der Seite Reporting to CMS, Registerkarte Settings, in der Gruppe LAN network parameters das Häkchen DHCP (automatischer Anmeldemodus): So liest der FireCom die Netzwerkeinstellungen (Subnetzmaske, Gateway) automatisch ein und erhält eine IP-Adresse (Punkt 6.3).
- Geben Sie auf der Seite Users & Reporting die Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer ein, die vom FireCom Meldungen erhalten (Punkt 6.4).
- Wenn der Benutzer über die Ereignisse eine Nachricht (oder einen Anruf) erhalten soll, setzen Sie das Häkchen SMS (oder Call) (Seite System events, Registerkarte SMS & Call reporting, Punkt 6.9).
- Wenn die Meldungen auch den Empfänger der Leitstelle erreichen müssen, richten Sie den Kommunikationskanal auf der Seite Reporting to CMS ein (Punkte 4.2 und 6.3).
Die Zentrale Polon-Alfa 3000 muss mit dem Modul MK-30 im Programm POLON Studio so eingerichtet werden, dass sie im lokalen Netzwerk (LAN) arbeitet. Geben Sie die IP-Adressen des LAN nach den Einstellungen Ihres eigenen Netzwerks an.

Testen Sie das System: Lösen Sie einen Brandalarm aus und prüfen Sie, ob die Meldungen des FireCom bei der Leitstelle und in Protegus 2 ankommen.
3.10 Anschluss der Temperatursensoren
Schließen Sie die Temperatursensoren nach den Zeichnungen an.

- rote Leitung („Red wire“)
- gelbe Leitung („Yellow wire“)
- schwarze Leitung („Black wire“)

- rote Leitung („Red wire“)
- gelbe Leitung („Yellow wire“)
- schwarze Leitung („Black wire“)
An den FireCom können höchstens 8 Temperatursensoren Maxim® / Dallas® DS18S20 oder DS18B20 oder höchstens 1 Luftfeuchtigkeits- und Temperatursensor AM2301 angeschlossen werden. Wenn Sie den Sensor mit einer Leitung von mehr als 0,5 m anschließen, empfehlen wir ein Kabel mit verdrillten Adernpaaren (UTP 4×2×0,5 oder STP 4×2×0,5). Die Klemme +5V der Platine dient zur 5-V-DC-Versorgung der am 1-Wire-Datenbus angeschlossenen Geräte; der höchste Ausgangsstrom beträgt 0,2 A. Der Ausgang ist gegen Überlastung geschützt: Übersteigt der Strom den zulässigen Höchstwert, wird die Versorgung automatisch abgeschaltet. Der Kommunikator erkennt die angeschlossenen Geräte automatisch und weist sie zu (der AM2301 muss auf der Seite Sensors manuell zugewiesen werden, Punkt 6.8).
DS18B20 Temperatursensor mit 1m Draht
3.11 Anschluss eines Relais und eines LED-Signalgebers
Mit den Relaiskontakten können Sie verschiedene elektrische Geräte aus der Ferne schalten (ein/aus). Die universelle I/O-Klemme des Kommunikators muss als Ausgang (OUT) eingestellt werden, und ihr muss die Definition Remote control zugewiesen werden (Seite PGM, Output definition, Punkt 6.7).

- R Relais („Relay“)

3.12 Anschluss der Eingänge der Brandmelderzentrale
Nach der Norm EN 54 muss die Brandmelderzentrale vom Kommunikator über eine Störung der Verbindung zur Leitstelle informiert werden sowie darüber, dass die Leitstelle die Meldungen erfolgreich empfangen hat. Dazu müssen die PGM-Ausgänge des Kommunikators (zum Beispiel die Ausgänge Relay1 und Relay2) an die dafür vorgesehenen Eingänge der Brandmelderzentrale angeschlossen werden. Der PGM-Ausgang Relay1 muss auf den Zustand CMS fail (Störung der Verbindung zur Leitstelle), Relay2 auf ACK received (Quittung empfangen) eingestellt werden (Seite PGM, Punkt 6.7). Der Ausgang Relay1 schaltet ein, wenn der Kommunikationskanal zur Leitstelle unterbrochen ist; der Ausgang Relay2 schaltet für 5 Sekunden ein, wenn die Meldung die Leitstelle erfolgreich erreicht hat.

- R Relaisausgang des Kommunikators („Relay“): oben Relay1, unten Relay2
3.13 Anschluss der Erweiterungsmodule der iO-Serie
Wenn der FireCom mehr Eingänge (IN) oder Ausgänge (OUT) benötigt, schließen Sie eine kabelgebundene oder drahtlose Ein- und Ausgangserweiterung der Trikdis-iO-Serie an. Die Einrichtung der Erweiterungsmodule im FireCom beschreibt Punkt 6.5 (Seite Modules).


Trikdis IO8 Wired Expander Modul
Anschluss der LORA-Module: Der Sendeempfänger RF-LORA kommt an den RS485-Bus und hält per Funk über höchstens 5000 m die Verbindung mit den Erweiterungen iO-LORA, iO8-LORA und REL-LORA sowie mit der Paniktaste PB-LORA.

- W drahtlose Verbindung („Wireless connection“), höchstens 5000 m („up to 5000 m“)
Die Entfernungsangaben „bis … m“ sind theoretische Höchstwerte, die unter idealen Bedingungen erreichbar sind. In der Praxis ergeben Qualität und Verlegung des Kabels, Störquellen und bei Funkverbindungen Wände und Gelände eine deutlich geringere Reichweite. Planen Sie mit Reserve, und prüfen Sie bei langen Strecken die Verbindung bei der Inbetriebnahme.
Trikdis RF-Lora Wireless Expander-Modul
Trikdis io-lora Wireless Expander-Modul
Trikdis io8-lora Wireless Expander-Modul
Trikdis pb-lora drahtloser Panikknopf
3.14 Einschalten des Kommunikators
Zum Einschalten des Kommunikators schalten Sie seine Stromversorgung ein. Die Anzeigeleuchten müssen so arbeiten:
- die Anzeige STA leuchtet beim Einschalten dauerhaft grün und blinkt nach dem Start grün – die Versorgungsspannung ist in Ordnung;
- die Anzeige SIM leuchtet dauerhaft grün und blinkt von Zeit zu Zeit mindestens 3-mal gelb – die grüne Farbe zeigt, dass sich die SIM-Karte erfolgreich im Mobilfunknetz angemeldet hat, die Zahl der gelben Blinkzeichen gibt die Signalstärke des Mobilfunknetzes an. Die Anzeige ETH leuchtet grün, wenn der Kommunikator mit dem lokalen Netzwerk (LAN) verbunden ist.
- Im 4G-Netz ist die Signalstärke 3 ausreichend (3 gelbe Blinkzeichen der Anzeige SIM).
- Blinkt die Anzeige SIM seltener gelb, reicht die Signalstärke des Mobilfunknetzes nicht aus. Wählen Sie einen anderen Ort für den Kommunikator, versetzen Sie die Antenne oder verwenden Sie eine empfindlichere Mobilfunkantenne (Punkt 1.6).
- Leuchten die Anzeigen anders, suchen Sie die Ursache anhand von Punkt 1.5 (Anzeigeleuchten).
- Leuchtet keine der Anzeigen des FireCom, prüfen Sie die Stromversorgung und den Anschluss.
4. Schnelleinrichtung mit der Software TrikdisConfig
Dieses Kapitel beschreibt die Einstellungen, mit denen der FireCom die Ereignisse in die App Protegus 2 (Punkt 4.1) oder an die Leitstelle (Punkt 4.2) sendet. Die übrigen Einstellungen des FireCom stehen in Kapitel 6.
Alle Trikdis-Geräte können mit einer gemeinsamen Software programmiert werden. Die Software heißt TrikdisConfig und kann von der Herstellerwebsite heruntergeladen werden.
Nach dem Download installieren Sie das Programm. Wenn bei jedem Start von TrikdisConfig eine neue Version verfügbar ist, laden Sie das empfohlene Update herunter und installieren Sie es!
- Laden Sie das Programm TrikdisConfig herunter (mit der Schaltfläche oben, oder geben Sie auf www.trikdis.com in das Suchfeld „TrikdisConfig“ ein) und installieren Sie es.
- Verbinden Sie den FireCom über ein USB-Type-C-Kabel mit dem Computer.
- Starten Sie TrikdisConfig. Das Programm erkennt das angeschlossene Gerät automatisch und öffnet das Programmierfenster des FireCom.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Read [F4]: Das Programm liest die aktuellen Einstellungen des FireCom aus und zeigt sie an. Fragt das Programm nach dem Administrator- oder dem Errichtercode, geben Sie den 6-stelligen Code ein.
- Dabei stoppt der normale Betrieb des Geräts,
- es wird über das USB-Kabel mit Strom versorgt,
- nach dem Abziehen startet es neu (sofern es an der Versorgung hängt).
4.1 Einrichtung für die App Protegus 2
Auf der Seite System Options in der Gruppe SIM:

- 1 SIM card PIN – der PIN-Code der SIM-Karte
- 2 APN – der Zugangspunkt für das mobile Internet
- Geben Sie den PIN-Code der SIM-Karte ein (SIM card PIN).
- Ändern Sie bei Bedarf das Feld APN. Den APN finden Sie auf der Website des Mobilfunkanbieters; „internet“ ist universell und funktioniert in den Netzen der meisten Anbieter. Die Daten der Anbieter in Österreich und in Europa: APN-Einstellung – Liste der europäischen Mobilfunkanbieter.
Auf der Seite Users & Reporting in der Gruppe Cloud application:

- 3 Enable cloud service – Einschalten der Protegus-Cloud
- 4 Cloud Access Code – der Zugangscode der Cloud (ab Werk
123456)
- Setzen Sie das Häkchen Enable cloud service.
- Wenn die Benutzer beim Hinzufügen des Systems zu Protegus 2 den Code eingeben müssen sollen, ändern Sie den Wert von Cloud Access Code (ab Werk
123456).
Auf der Seite Reporting to CMS, Registerkarte Settings:

- 5 DHCP – automatische Netzwerkeinstellung
- 6 Protegus reporting mode – die Reihenfolge der zu Protegus 2 verwendeten Verbindungsarten (im Bild Main type: Ethernet (LAN), Backup type: SIM, Backup type 2: Disabled)
- Wenn am Kommunikator ein LAN-Kabel angeschlossen ist, setzen Sie das Häkchen DHCP (automatischer Anmeldemodus): So liest der FireCom die Netzwerkeinstellungen (Subnetzmaske, Gateway) automatisch ein und erhält eine IP-Adresse.
- Hier stellen Sie ein, wie der Kommunikator die Meldungen in Protegus 2 sendet. Die Verbindungsarten folgen der Reihe nach: Gelingt die Verbindung mit der primären Verbindungsart nicht, wechselt der Kommunikator zur nächsten usw. Konnte die Meldung über die Ersatzverbindungsart an Protegus 2 übermittelt werden, versucht es der Kommunikator nach Ablauf der eingestellten Zeit wieder mit der primären Verbindungsart (Return to Primary).
- Setzen Sie auf der Seite Zones, Registerkarte Zones settings, das Häkchen Prot. bei den Zonen, über deren Zustandsänderung die Benutzer in Protegus 2 benachrichtigt werden sollen (Punkt 6.6).
- Setzen Sie auf der Seite PGM, Registerkarte Outputs, das Häkchen Prot. bei den PGM-Ausgängen, über deren Zustandsänderung die Benutzer in Protegus 2 benachrichtigt werden sollen (Punkt 6.7).
- Setzen Sie auf der Seite System events, Registerkarte Events, das Häkchen Prot. bei den internen Ereignissen des Kommunikators, über deren Zustandsänderung die Benutzer in Protegus 2 benachrichtigt werden sollen (Punkt 6.9).
Klicken Sie am Ende der Einstellungen auf die Schaltfläche Write [F5] und ziehen Sie das USB-Kabel ab. Hinzufügen des Systems zur App Protegus 2: Punkt 5.1.
Die übrigen TrikdisConfig-Einstellungen des FireCom beschreibt Kapitel 6.
4.2 Einrichtung für die Leitstelle
Auf der Seite System Options, Registerkarte System general:

- 1 Object ID – Objektkennung (im Bild 0001)
- 2 SIM card PIN – der PIN-Code der SIM-Karte
- 3 APN – der Zugangspunkt für das mobile Internet
- Geben Sie die von der Leitstelle erhaltene Objektkennung ein (Object ID, Kundennummer): 4 Zeichen, 0–9 und A–F. Verwenden Sie nicht die Kennungen FFFE und FFFF.
- Geben Sie den PIN-Code der SIM-Karte ein (SIM card PIN).
- Ändern Sie bei Bedarf das Feld APN. Den APN finden Sie auf der Website des Mobilfunkanbieters; „internet“ ist universell und funktioniert in den Netzen der meisten Anbieter.
Auf der Seite Reporting to CMS, Registerkarte Settings:

- 4 DHCP – automatische Netzwerkeinstellung
- 5 CMS reporting mode – die Reihenfolge der zur Leitstelle verwendeten Verbindungsarten (im Bild Main type: Ethernet (LAN), Backup type: SIM, Backup type 2: Disabled)
- Wenn am Kommunikator ein LAN-Kabel angeschlossen ist, setzen Sie das Häkchen DHCP (automatischer Anmeldemodus): So liest der FireCom die Netzwerkeinstellungen (Subnetzmaske, Gateway) automatisch ein und erhält eine IP-Adresse.
- Hier stellen Sie ein, wie der Kommunikator die Meldungen an die Leitstelle sendet. Die Verbindungsarten folgen der Reihe nach: Gelingt die Verbindung mit der primären Verbindungsart nicht, wechselt der Kommunikator zur nächsten usw. Konnte die Meldung über die Ersatzverbindungsart an die Leitstelle übermittelt werden, versucht es der Kommunikator nach Ablauf der eingestellten Zeit wieder mit der primären Verbindungsart (Return to Primary).
Auf der Seite Reporting to CMS, Registerkarte Reporting:

- 6 Communication type – die Verbindungsart
- 7 Domain or IP – die Adresse des Empfängers
- 8 Port – der Port des Empfängers
- 9 Protocol – Übertragungsprotokoll
- 10 Encryption Key – Verschlüsselungsschlüssel (im Bild 123456)
- 11 Backup channel – der Ersatzkanal
- 12 Parallel channel – der Parallelkanal (im Bild TCP/IP)
- Communication type – wählen Sie die Verbindungsart (TCP oder UDP).
- Domain or IP – geben Sie den Domainnamen oder die IP-Adresse des Empfängers ein.
- Port – geben Sie den Netzwerkport des Empfängers ein.
- Protocol – wählen Sie, mit welchem Protokoll das Gerät die Meldungen senden soll: TRK (für Trikdis-Empfänger), DC-09_2007 oder DC-09_2012 (für universelle Empfänger), TL150 (für Sur-Gard-Empfänger).
- Encryption Key – geben Sie den Verschlüsselungsschlüssel des Empfängers ein.
Wenn Sie als Übertragungsprotokoll DC-09 wählen, geben Sie auf der Seite Reporting to CMS in der Gruppe Settings auch die Objekt-, die Linien- und die Empfängernummer an (Punkt 6.3).
- (Empfohlen) Richten Sie den Ersatzkanal ein (Backup channel).
- Wenn die Meldungen auch an einen zweiten Empfänger der Leitstelle gesendet werden müssen, richten Sie den Parallelkanal ein (Parallel channel).
Klicken Sie am Ende der Einstellungen auf die Schaltfläche Write [F5] und ziehen Sie das USB-Kabel ab.
Die übrigen TrikdisConfig-Einstellungen des FireCom beschreibt Kapitel 6.
5. Fernsteuerung
Der FireCom kann aus der App Protegus 2, per SMS-Befehl und per Telefonanruf (während des Anrufs mit der Tastatur des Telefons) gesteuert werden. In der App sehen die Benutzer auch den Zustand des Systems und erhalten Benachrichtigungen über die Systemereignisse; per SMS kann der Administrator auch einen Teil der Einstellungen ändern.
5.1 Hinzufügen des FireCom zu Protegus 2
In Protegus 2 sehen die Benutzer den Zustand des Systems und erhalten Benachrichtigungen über die Systemereignisse. Die App ist für das Telefon und im Browser verfügbar (die Download-Links stehen unten, beim Anlegen des Systems).
Bevor Sie das System hinzufügen
Sie können den FireCom zu Protegus 2 hinzufügen, wenn:
- eine aktivierte SIM-Karte eingelegt ist und der PIN-Code eingegeben oder ausgeschaltet wurde;
- der Protegus-Dienst eingeschaltet ist (Users & Reporting → Enable cloud service, Punkte 4.1 und 6.4; per SMS:
CONNECT 123456 PROTEGUS=ON, Punkt 5.2); - seine Stromversorgung eingeschaltet ist (die Anzeige STA blinkt grün);
- er mit dem Netz verbunden ist (die Anzeige SIM leuchtet dauerhaft grün und blinkt gelb, und/oder bei LAN-Verbindung leuchtet die Anzeige ETH grün).
Erstellen des Systems in der Protegus 2-Anwendung
- Laden Sie die Protegus 2-Anwendung auf Ihr Telefon herunter oder öffnen Sie sie in einem Browser
- Registrieren Sie ein Konto, wenn Sie noch keins haben.
- Melden Sie sich in Ihrem Konto an.
- Klicken Sie auf der Hauptseite auf die Schaltfläche "+" , um ein System zu erstellen
- Geben Sie die eindeutige Kennung des TRIKDIS-Geräts ein (Sie können den Barcode oder QR-Code auch mit der Kamera Ihres Telefons scannen), den Sie finden können
- Auf dem Aufkleber des Geräts
- Auf der Pappschachtel des Geräts
- In der unteren linken Ecke von TrikdisConfig (auswählbares und kopierbares Format)
- Geben Sie den Systemnamen ein und wählen Sie eine Zeitzone aus
- Ihr System wurde erstellt, Sie können die Partitionen und Zonen im nächsten Schritt benennen, aber Sie können dies jederzeit später tun.
- Im letzten Schritt wird der Startbildschirm Ihres Systems angezeigt. Warten Sie, bis der gelbe Streifen verschwindet und Ihr System bereit ist.
Beim Hinzufügen des FireCom beachten Sie Folgendes:
- Geben Sie nach System anlegen (Add new system) die eindeutige Kennung des FireCom ein (Unique ID) und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Next. Die Kennung finden Sie auf dem Aufkleber am Gerät und auf der Verpackung; bei USB-Verbindung sehen Sie sie auch in der Statusleiste von TrikdisConfig (Punkt 6.1).
- Hat der Errichter den Werkswert
123456des Cloud Access Code geändert, fragt die App beim Hinzufügen nach dem Code (Punkt 4.1).
5.2 Einrichtung und Steuerung per SMS-Nachricht
1. Ändern Sie das Administratorpasswort. Ersetzen Sie aus Sicherheitsgründen das werkseitige SMS-Passwort des Administrators. Senden Sie eine SMS in dieser Form:
PSW 123456 xxxxxx
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
123456 |
das werkseitige Administratorpasswort |
xxxxxx |
das neue, 6-stellige Administratorpasswort |
2. Erlauben Sie die Steuerung für andere Benutzer. Per SMS und Telefonanruf kann das System nur von Telefonnummern aus gesteuert werden, die auf der Benutzerliste stehen. Senden Sie vom Administratortelefon eine SMS mit der Telefonnummer und dem Namen der anderen Personen, damit auch diese das System steuern können:
SETN xxxxxx PHONEx=+PHONENR#NAME#EMAIL
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
xxxxxx |
das 6-stellige Administratorpasswort |
x |
die laufende Nummer des Benutzers in der Liste (wenn Sie 1 schreiben, übertragen Sie Ihre Administratorrechte auf den anderen Benutzer) |
PHONENR |
die Telefonnummer des Benutzers |
NAME |
der Name des Benutzers |
EMAIL |
die E-Mail-Adresse des Benutzers |
Liste der SMS-Befehle
| Befehl | Daten | Beschreibung |
|---|---|---|
INFO |
Datenabfrage zum Kommunikator: Die Antwort enthält den Namen des Objekts, den Zustand des Bereichs, die IMEI-Nummer, die Signalstärke des Mobilfunknetzes, die Firmware-Version und die Seriennummer. Beispiel: INFO 123456 |
|
RESET |
Neustart des Geräts. Beispiel: RESET 123456 |
|
OUTPUTx |
ON |
Einschalten eines Ausgangs; „x“ ist die Nummer des Ausgangs. Beispiel: OUTPUT1 123456 ON |
OUTPUTx |
OFF |
Ausschalten eines Ausgangs; „x“ ist die Nummer des Ausgangs. Beispiel: OUTPUT1 123456 OFF |
OUTPUTx |
PULSE=ttt |
Einschalten eines Ausgangs für einige Sekunden: „x“ ist die Nummer des OUT-Ausgangs, „ttt“ eine dreistellige Zahl, die Impulsdauer in Sekunden. Beispiel: OUTPUT1 123456 PULSE=002 |
PSW |
neues Passwort | Passwortänderung. Beispiel: PSW 123456 654123 |
TIME |
YYYY/MM/DD,12:00:00 |
Einstellen von Datum und Uhrzeit. Beispiel: TIME 123456 2026/05/09,10:02:00 |
TXTA |
Objektname | Angabe des Objektnamens. Beispiel: TXTA 123456 House |
RDR |
PhoneNR#SMStext |
Weiterleitung einer SMS an die angegebene Nummer; die Telefonnummer muss mit „+“ und der internationalen Ländervorwahl beginnen. Beispiel: RDR 123456 +37061234567#forwarded text |
ASKI |
SMS-Abfrage des Zustands der Eingänge (IN). Beispiel: ASKI 123456 |
|
ASKO |
SMS-Abfrage des Zustands der Ausgänge (OUT). Beispiel: ASKO 123456 |
|
ASKT |
SMS mit den Werten aller Temperatursensoren. Beispiel: ASKT 123456 |
|
FRS |
Zurücksetzen (Reset) des Brandmelderausgangs, wenn dem OUT-Ausgang die Funktion Fire sensor reset zugewiesen ist (Punkt 6.7). Beispiel: FRS 123456 |
|
SETN |
PhoneX=PhoneNR#Name#email |
Aufnahme von Telefonnummer, Benutzername und E-Mail-Adresse für den Benutzer „x“ („x“ ist die Zeile der Telefonnummer in der Liste). Die Telefonnummer muss mit „+“ und der internationalen Ländervorwahl beginnen; Telefonnummer und Benutzername werden durch das Zeichen # getrennt. Beispiel: SETN 123456 PHONE5=+37061234567#JOHN#jonas@trikdis.lt |
SETN |
PhoneX=DEL |
Löschen der Telefonnummer und des Namens des Benutzers aus dem System. Beispiel: SETN 123456 PHONE5=DEL |
UUSD |
*Uusd code# |
Senden eines USSD-Codes an den Anbieter (der Befehl heißt tatsächlich UUSD). Beispiel: UUSD 123456 *245# |
CONNECT |
Protegus=ON |
Verbindung mit dem Protegus-Cloud-Dienst. Beispiel: CONNECT 123456 PROTEGUS=ON |
CONNECT |
Protegus=OFF |
Trennung vom Protegus-Cloud-Dienst. Beispiel: CONNECT 123456 PROTEGUS=OFF |
CONNECT |
Code=123456 |
Der Code des Protegus-Cloud-Dienstes. Beispiel: CONNECT 123456 CODE=123456 |
CONNECT |
IP=0.0.0.0:8000 |
TCP-IP-Adresse und Port des Verbindungskanals zum Hauptserver. Beispiel: CONNECT 123456 IP=0.0.0.0:8000 |
CONNECT |
IP=0 |
Ausschalten des Hauptkanals. Beispiel: CONNECT 123456 IP=0 |
CONNECT |
ENC=123456 |
Der TRK-Verschlüsselungsschlüssel. Beispiel: CONNECT 123456 ENC=123456 |
CONNECT |
APN=Internet |
Der Name des APN. Beispiel: CONNECT 123456 APN=INTERNET |
CONNECT |
USER=user |
Der Benutzername des APN. Beispiel: CONNECT 123456 USER=User |
CONNECT |
PSW=password |
Das Passwort des APN. Beispiel: CONNECT 123456 PSW=Password |
5.3 Steuerung der PGM-Ausgänge per Telefonanruf
Wenn Sie einen PGM-Ausgang aus der Ferne steuern möchten:
- Der Benutzer muss das Recht zur Steuerung der Ausgänge (OUT) haben (Punkt 6.4), und dem Ausgang (OUT) muss in TrikdisConfig der Typ Remote control zugewiesen sein (Seite PGM, Output definition, Punkt 6.7).
- Rufen Sie die Nummer der SIM-Karte des FireCom an. Der FireCom nimmt den Anruf an, und Sie können mit der Tastatur des Telefons Befehle nach der Tabelle eingeben.
| Tasten | Funktion | Beschreibung |
|---|---|---|
[Ausgang]*[Zustand]# |
Steuerung des gewählten Ausgangs (OUT) | Schaltet den angegebenen PGM-Ausgang. Zustand: 0 – Ausgang ausgeschaltet; 1 – Ausgang eingeschaltet; 2 – für die Impulsdauer ausgeschaltet; 3 – für die Impulsdauer eingeschaltet (die Impulsdauer ist in der Tabelle PGM von TrikdisConfig einstellbar, Punkt 6.7). Das # markiert das Ende des Befehls. Beispiele: Einschalten von Ausgang 1: 1*1#; Ausschalten von Ausgang 1: 1*0#; Einschalten von Ausgang 2 für die in der Tabelle PGM angegebene Impulsdauer: 2*3# |
# |
Neubeginn des Befehls | Wenn Sie sich beim Befehl vertippt haben, drücken Sie die Taste # des Telefons und geben Sie den Befehl erneut ein. |
6. Die Seiten von TrikdisConfig
Dieses Kapitel beschreibt die Seiten des Programmierfensters von TrikdisConfig in der Reihenfolge, in der sie im Menü links aufeinander folgen. Anschluss des FireCom über USB-Kabel: Kapitel 4; aus der Ferne: Kapitel 7.
6.1 Die Statusleiste
Nach dem Anschließen und Auslesen des Geräts (Read [F4]) werden unten im Fenster die wichtigsten Daten des Geräts angezeigt:
| Beschriftung | Bedeutung |
|---|---|
| IMEI / Unique ID, bei einem Ethernet-Gerät MAC / Unique ID | Die eindeutige Kennung des Geräts: bei einem Gerät mit SIM-Karte die IMEI, bei einem Ethernet-Gerät die MAC-Adresse. Dieselbe steht auf der Verpackung und auf der Rückseite des Geräts. |
| Status | Der aktuelle Betriebszustand. |
| Device | Der Gerätetyp (Typbezeichnung). Prüfen Sie, ob hier der Typ Ihres eigenen Geräts steht. |
| SN | Seriennummer. |
| BL | Die Version des Bootloaders. |
| FW | Die Version der Firmware. |
| HW | Die Version der Hardware. |
| State | Die Verbindungsart: USB oder Fernzugriff (remote). |
| Administrator / Installer | Die Zugriffsebene der programmierenden Person (nach Eingabe des Passworts). |
Nach Abschluss der Einstellungen schreiben Sie sie mit der Schaltfläche Write [F5] in das Gerät; mit den Schaltflächen Open [F8] und Save [F9] können Sie den gesamten Einstellungssatz in einer Datei speichern und in ein anderes Gerät laden. Save [F9] speichert die Einstellungen in einer Einstellungsdatei, Open [F8] öffnet die gespeicherte Datei; die gespeicherten Einstellungen können Sie später auch in andere Geräte laden und so mehrere Geräte schnell mit identischen Einstellungen einrichten.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche Read [F4] liest das Programm die aktuellen, im FireCom gespeicherten Einstellungen aus und zeigt sie an. Stellen Sie die erforderlichen Parameter anhand der folgenden Seitenbeschreibungen ein.
6.2 Seite „System Options“
Die allgemeinen Einstellungen des Geräts auf drei Registerkarten: System general, Groups und Access.
Registerkarte System general

Gruppe General
- Object ID – wenn die Ereignisse an die Leitstelle gehen, geben Sie die von der Leitstelle erhaltene Objektkennung ein (4-stellige Hexadezimalzahl, 0–9, A–F). Verwenden Sie nicht die Kennungen FFFE und FFFF.
- Object name – der Name des Objekts; dieser Name steht in den SMS an die Benutzer.
- Test period – angehakt sendet der FireCom im eingestellten Intervall eine „Test“-Meldung.
- Start test at – angehakt geben Sie hier an, zu welcher Uhrzeit die Testmeldungen gesendet werden.
- Clear Events after reset – angehakt werden beim Neustart (Reset) alle nicht gesendeten Ereignismeldungen gelöscht.
- Text language – die Sprache der SMS-Nachrichten: Das Gerät verwendet in den SMS die besonderen Zeichen der gewählten Sprache.
- Suspend event reporting when … same events per … s – Unterbrechung der Ereignisübertragung, wenn sich die angegebene Zahl gleicher Ereignisse innerhalb der angegebenen Sekunden wiederholt.
- Restore event reporting after … min – nach dieser Zeit endet die Unterbrechung der Ereignisübertragung (0–999 Minuten).
- Call – bei einem Ereignis ruft der FireCom den Benutzer bzw. die Benutzer so oft an. Wird der Anruf abgelehnt oder angenommen, hört der FireCom mit dem Anrufen auf. Ein Anruf dauert 20 Sekunden.
- EOL Type – der Nennwert der an die Melder angeschlossenen Widerstände (EOL – End Of Line, Leitungsabschluss; RT + R1 + R2: RT – Sabotage, R1 – Melder 1, R2 – Melder 2). Die wählbaren Werte: Punkt 3.2.
- Communication path test – das Intervall, nach dem der Kommunikator die Ersatz-Kommunikationskanäle prüft: Er sendet über sie eine Meldung an die Leitstelle. Nach dem Senden der Meldungen kehrt der Kommunikator zum Primärkanal zurück.
Gruppe SIM
- SIM card PIN – der PIN-Code der SIM-Karte.
- APN – der Name des Zugangspunkts für das mobile Internet des Mobilfunkanbieters. Sie müssen ihn angeben, wenn die Ereignismeldungen über die mobile Datenverbindung (GPRS) in die App Protegus 2 oder an die Leitstelle gehen. Die Daten der Anbieter in Österreich und in Europa: APN-Einstellung – Liste der europäischen Mobilfunkanbieter.
- Login, Password – der Benutzername und das Passwort des APN, falls der Mobilfunkanbieter sie verlangt.
- Locked ICCID – wenn der Kommunikator nur mit einer bestimmten SIM-Karte arbeiten soll, geben Sie die ICCID-Nummer der Karte ein.
- Preferred operator – nach Angabe des Codes des Mobilfunkanbieters verbindet sich der Kommunikator nur mit dem Netz des gewählten Anbieters. Der Anbietercode besteht aus dem MCC (Ländercode) und dem MNC (Netzcode).
Gruppe Time settings
Die Uhrzeit können Sie mit der Schaltfläche Set PC time einstellen. Steht im Feld Time set Disabled, übernimmt der Kommunikator die Uhrzeit des Computers. Ist im Feld Time set ein Modem oder ein Server gewählt, richtet der Kommunikator seine Uhrzeit danach.
- Time zone (hours) – die Zeitzone des Landes (Österreich: +1).
- Time set – der Server, nach dem sich die interne Uhr des FireCom richtet. Die Synchronisierung erfolgt nach dem Einschalten des Kommunikators.
- Daylight saving time – angehakt stellt sich die interne Uhr des Kommunikators automatisch auf Sommer- und Winterzeit um.
- Power failure delay – fällt die Hauptstromversorgung aus, wird die Benachrichtigung über den Stromausfall nach der angegebenen Verzögerung gesendet. Kehrt die Versorgungsspannung zurück, wird die Benachrichtigung über die Wiederherstellung ebenfalls nach der angegebenen Verzögerung gesendet.
Registerkarte Groups

Die Zonen können Gruppen zugeordnet werden (Seite Zones, Spalte Group, Punkt 6.6). Der Name jeder Gruppe kann geändert werden; die Gruppennamen sind in Protegus 2 sichtbar.
Registerkarte Access
Auf der Registerkarte Access stellen Sie die Zugangscodes und die Berechtigungen des Errichters ein.

Gruppe Access codes
- Administrator Code – voller Zugriff auf die Einstellungen (ab Werk
123456). - SMS password – Passwort für die Fernsteuerung und Fernprogrammierung per SMS (ab Werk
123456). - Installer Code – eingeschränkter Zugriff zum Ändern der Einstellungen (ab Werk
654321).
Ist der werkseitige Administratorcode (123456) eingestellt, zeigt das Programm nach dem Drücken von Read [F4] die aktuellen Betriebsparameter des Geräts sofort ohne Codeabfrage an.
Gruppe Installer permissions – hier legt der Administrator fest, welche Parameter der Errichter ändern darf.
Ändern Sie aus Sicherheitsgründen die Werkscodes. Das SMS-Passwort können Sie auch per SMS ändern (PSW, Punkt 5.2).
6.3 Seite „Reporting to CMS“
Der FireCom sendet die Meldungen über das Internet (IP) an die Leitstelle. Dem Primärkanal kann ein Ersatzkanal zugeordnet werden: Diesen verwendet das Gerät, wenn die Verbindung auf dem Primärkanal abbricht. Die Seite hat zwei Registerkarten: Reporting und Settings.
Registerkarte Reporting

Die an die Leitstelle gesendeten Meldungen sind verschlüsselt und passwortgeschützt. Für den Empfang der Meldungen und ihre Weiterleitung an die Leitstellensoftware ist ein Trikdis-Empfänger erforderlich:
- für IP-Meldungen: das Empfängerprogramm IPcom (Windows oder Linux), der IP/SMS-Hardware-Empfänger RL14 oder der Mehrkanalempfänger RM14.
Trikdis IPcom v5 Windows Software-Empfänger
Trikdis IPcom v5 Linux Software-Empfänger
Gruppe Primary channel (Primärkanal) – und ebenso Parallel channel (Parallelkanal)
- Communication type – die Art der Verbindung mit dem Empfänger der Leitstelle.
- Domain or IP – der Domainname oder die IP-Adresse des Empfängers.
- Port – der Netzwerkport des Empfängers.
- Protocol – mit welcher Kodierung die Ereignisse gesendet werden: TRK (für Trikdis-Empfänger), DC-09_2007 oder DC-09_2012 (für universelle Empfänger; bei Wahl des SIA-DC-Protokolls kann auch das Meldungsformat SIA-DCS gewählt werden), TL150 (für Sur-Gard-Empfänger).
- Encryption Key – 6-stelliger Verschlüsselungsschlüssel; der Verschlüsselungsschlüssel des Kommunikators muss mit dem des Empfängers übereinstimmen.
Wenn Sie auch die Parameter des Parallelkanals (Parallel channel) angeben, werden die Meldungen gleichzeitig über beide Kanäle gesendet. Die zwei Kanäle können nicht auf denselben Empfänger eingestellt werden.
Gruppe Backup channel (Ersatzkanal) – und ebenso Parallel backup channel (paralleler Ersatzkanal). Schalten Sie den Ersatzkanal ein, damit die Meldungen bei einem Verbindungsabbruch über den Ersatzkanal gesendet werden. Seine Einstellungen sind dieselben wie oben.
Registerkarte Settings

Gruppe Settings
- Return to Primary after – nach dieser Zeit versucht der FireCom, zum Primärkanal (Primary channel) zurückzukehren.
- IP PING period – das Sendeintervall der internen PING-Signale, die die Verbindung prüfen. Die PING-Signale werden nur über den IP-Kanal gesendet; der Empfänger leitet sie nicht an die Leitstellensoftware weiter und belastet sie damit nicht. Die Software wird nur dann benachrichtigt, wenn der Empfänger während der eingestellten Zeit kein PING vom Gerät erhält.
- Backup reporting after – nach wie vielen erfolglosen Sendeversuchen der FireCom über den Ersatzkanal (Backup channel) senden soll: Geht die Meldung auf dem Primärkanal (Primary channel) auch nach so vielen Versuchen nicht hinaus, sendet das Gerät sie über den Ersatzkanal.
- DNS1, DNS2 – die DNS-Server (Domain Name System), die den Domainnamen in eine IP-Adresse übersetzen. Sie werden benötigt, wenn Sie in das Feld Domain or IP des Kanals einen Domainnamen (und keine IP-Adresse) eingegeben haben. Ab Werk die DNS-Server von Google.
Das PING-Intervall
Der Empfänger sendet ab Werk dann eine Meldung „Connection lost“ (Verbindung unterbrochen) an die Leitstellensoftware, wenn er während des Dreifachen des PING-Sendeintervalls des Kommunikators kein PING erhält: bei einem IP PING period von 3 Minuten zum Beispiel nach 9 Minuten. Die PING-Meldungen halten auch die Verbindung zwischen Gerät und Empfänger aktiv – die aktive Verbindung ist für die Ferneinrichtung und die Fernsteuerung erforderlich. Wir empfehlen, das PING-Intervall auf höchstens 5 Minuten einzustellen.
Die folgenden Felder sind nur sichtbar, wenn Sie im Feld Protocol des Kanals das Protokoll DC-09_2007 oder DC-09_2012 gewählt haben:
- Object ID in SIA DC-09 – die Objektnummer; beim Protokoll DC-09 kommt diese Nummer in die Meldungen. Geben Sie die von der Leitstelle erhaltene 3- bis 16-stellige Hexadezimalzahl ein.
- SIA DC-09 receiver No. – die Nummer des Empfängers.
- SIA DC-09 line No. – die Nummer der Linie im Empfänger.
- Local time in SIA – angehakt steht in den an die Leitstelle gesendeten Meldungen die im Modul eingestellte Uhrzeit.
Gruppe Reporting mode
Hier stellen Sie ein, wie der Kommunikator über die Kanäle zur Leitstelle und mit Protegus 2 kommuniziert. Die Verbindungsarten folgen der Reihe nach: Kann sich der Kommunikator mit der Verbindungsart Main type nicht verbinden, wechselt er zu Backup type usw. Konnte die Meldung über die Ersatzverbindungsart an die Leitstelle übermittelt werden, versucht es der Kommunikator nach Ablauf der angegebenen Zeit wieder mit der primären Verbindungsart (Return to main).
- Main type – die primäre Verbindungsart (SIM oder Ethernet (LAN)) zum Empfänger der Leitstelle und zu Protegus 2.
- Backup type – die Ersatzverbindungsart (SIM oder Ethernet (LAN)) zum Empfänger der Leitstelle und zu Protegus 2.
- Backup type 2 – die zweite Ersatzverbindungsart (SIM oder Ethernet (LAN)) zum Empfänger der Leitstelle und zu Protegus 2.
- Dual path for CMS – Zweiwegemodus: CMS1 arbeitet über LAN, CMS2 über SIM. Die zwei Kanäle und Kommunikationswege arbeiten parallel.
- Return to main (both channel) – nach so vielen Minuten versucht der FireCom, zum Primärkanal zurückzukehren, wenn er über einen Ersatzkanal gearbeitet hat.
Gruppe LAN network parameters
- DHCP mode – die Art der Anmeldung im lokalen Netzwerk (LAN) (manuell oder automatisch). Angehakt (automatischer Anmeldemodus) liest der FireCom die Netzwerkeinstellungen (Subnetzmaske, Gateway) automatisch ein und erhält automatisch eine IP-Adresse.
- Static IP – statische IP-Adresse im manuellen Modus.
- Subnet mask – Subnetzmaske im manuellen Modus.
- Default gateway – Standard-Gateway im manuellen Modus.
- LAN Trouble indication – angehakt leuchtet die Anzeige des Kommunikators auf, wenn die LAN-Verbindung abbricht.
Gruppe SIM parameters
- Disable indication of the absence of a SIM card – angehakt meldet der FireCom nicht, wenn keine SIM-Karte eingelegt ist.
- Use dial and SMS when working over internet module – angehakt kann der Kommunikator auch per Anruf und SMS gesteuert werden. Ist das Häkchen nicht gesetzt und ein LAN-Netzwerk vorhanden, werden SMS und Anruf nicht verwendet. Ist das Häkchen nicht gesetzt und kein LAN-Netzwerk vorhanden, kann der FireCom weiterhin per Anruf und SMS gesteuert werden und sendet SMS an den Benutzer.
- Disable the use of SIM card mobile data – angehakt verwendet der FireCom die mobile Datenverbindung der SIM-Karte nicht: Die Daten gehen nur über LAN. Ist das LAN-Netzwerk vorübergehend nicht erreichbar, speichert der FireCom die Daten in seinem Speicher und sendet sie nach der Rückkehr des LAN über LAN.
6.4 Seite „Users & Reporting“
Die Einstellungen der Benutzer, der Protegus-Cloud und der SMS-Antworten, auf drei Registerkarten: Users, Protegus und SMS answer texts. Einstellung der SMS und Anrufe über die Ereignisse der Brandmelderzentrale (Registerkarte SMS for Panel events): Punkt 3.6.
Registerkarte Users

Gruppe Users & Reporting to User
- ID – die laufende Nummer des Benutzers in der Liste.
- Name – der Name des Benutzers; dieser Name steht in den Ereignis-SMS und in der App.
- Tel number – die Telefonnummer des Benutzers, an die die SMS gehen; geben Sie sie mit der internationalen Ländervorwahl beginnend ein (zum Beispiel +43…). Die ersten 8 Telefonnummern erhalten Nachrichten und Anrufe über die Ereignisse.
- E-mail – die E-Mail-Adresse des Benutzers: An diese erhält er eine Einladung zu Protegus 2, um das System steuern zu können.
- PGM – angehakt kann der Benutzer die Ausgänge aus der Ferne (per Anruf, SMS) steuern.
- ACK – angehakt sendet der FireCom nach jedem empfangenen SMS-Befehl eine Antwort-SMS an den Benutzer (der Text der Antworten: Registerkarte SMS answer texts).
- FWD – angehakt leitet der FireCom SMS, die von Nummern außerhalb des Systems eingehen (zum Beispiel die Guthabenbenachrichtigung der SIM-Karte oder Werbenachrichten), an den Benutzer weiter.
Registerkarte Protegus

Gruppe Cloud application
- Enable cloud service – Einschalten des Dienstes Protegus 2: So tauscht der FireCom Daten mit der App Protegus 2 aus und kann mit TrikdisConfig auch aus der Ferne eingerichtet werden (Kapitel 7).
- Parallel reporting – paralleles Senden: Die Meldungen gehen gleichzeitig über den Primärkanal (Primary channel) und in Protegus 2.
- Cloud Access Code – 6-stelliger Code für die Anmeldung in Protegus 2 (ab Werk
123456).
Registerkarte SMS answer texts

In der Spalte SMS text können Sie den Text der auf SMS-Befehle gesendeten Antworten bearbeiten. Hier stehen auch die Texte der SMS, die beim Aktivieren der Eingänge und Ausgänge gesendet werden.
6.5 Seite „Modules“
Die Einstellungen der am RS485-Bus angeschlossenen Erweiterungsmodule und der am Bus RS485 2 angeschlossenen Brandmelderzentrale.
Registerkarte RS485 modules

Gruppe RS485 modules
- ID – die laufende Nummer des Moduls in der Liste.
- Module – das verwendete Modul aus der Modulliste: iO-8, iO-MO, iO-LORA, iO8-LORA, PB-LORA, REL-LORA (Anschluss: Punkt 3.13).
- Serial No. – erforderliche 6-stellige Nummer; Sie finden sie auf dem Gehäuse und der Verpackung des Moduls.
- Name – der Name des Moduls (beliebig).
- Firmware version – die Firmware-Version des Moduls; sie erscheint, sobald der FireCom das angeschlossene Modul gefunden hat.
Gruppe RS485 2 interface

An den Bus RS485 2 des FireCom kann eine Brandmelderzentrale angeschlossen werden: mit dem Protokoll ESPA 4.4.4, NSC Solution, INIM Smartline, C-TEC Cast ZFP oder Polon-Alfa 3000. Anschluss und Einrichtung der Zentralen beschreiben die Punkte 3.5–3.9.
6.6 Seite „Zones“
Die Einstellungen der Zonen (Eingänge) auf drei Registerkarten: Zones settings, SMS & Call reporting und Zone's codes.
Registerkarte Zones settings

- Zone No – die laufende Nummer der Zone in der Liste.
- Name – der Name der Zone; dieser Name steht in den SMS und in der App.
- Input – welcher Eingang (IN) des FireCom oder des Erweiterungsmoduls zur Zone gehört.
- Group – Zuordnung der Zone zu einer Gruppe (die Gruppennamen: Punkt 6.2, Registerkarte Groups).
- Type – der Typ der am Zoneneingang angeschlossenen Schaltung: NC – im Ruhezustand geschlossen; NO – im Ruhezustand offen; EOL – mit Abschlusswiderstand; EOL_T – mit Abschlusswiderstand und Sabotageüberwachung; ATZ – Zwei-Zonen-Schaltung, im Ruhezustand geschlossen, mit Abschlusswiderständen, ohne Sabotageüberwachung (zur Verwendung wählen Sie in der Eingangsliste die zweite ATZ-Zone); ATZ_T – Zwei-Zonen-Schaltung, im Ruhezustand geschlossen, mit Abschlusswiderständen, mit Sabotageüberwachung (zur Verwendung wählen Sie in der Eingangsliste die zweite ATZ-Zone). Die Anschlusszeichnungen: Punkt 3.2.
- CMS – angehakt geht über die Ereignisse der Zone eine Meldung an die Leitstelle.
- Prot. – angehakt geht über die Ereignisse der Zone eine Benachrichtigung in die App Protegus 2.
- Delay – die Reaktionszeit des Eingangs (IN) in Millisekunden.
Registerkarte SMS & Call reporting
Diese Registerkarte erscheint nur, wenn Sie auf der Seite Users & Reporting mindestens eine Benutzertelefonnummer angegeben haben.

- Zn – die Nummer der Zone mit dem Kennwort des Ereignisses: Event (Ereignis) oder Restore (Wiederherstellung).
- User SMS/Call – bei jedem Zonenereignis können Sie wählen, ob der Benutzer eine SMS und/oder einen Anruf erhält.
Registerkarte Zone's codes

Wird die Zone ausgelöst, sendet der Kommunikator eine Ereignismeldung. Zum Eingang gehört ein Contact-ID-(SIA-)Code; dieser geht an die Leitstelle und in Protegus 2.
- Enable – von den angehakten Ereignisfeldern geht eine Meldung an die Leitstelle und in Protegus 2.
- E/R – welcher Ereignistyp beim Aktivieren des Eingangs gesendet wird: Event (E, Ereignis) oder Restore (R, Wiederherstellung).
- CID – der Ereigniscode; geben Sie ihn ein oder lassen Sie den Werkswert.
- SIA – die SIA-Ereigniscodes.
- Group – die beim Eintreten des Ereignisses gesendete Gruppennummer.
- Zone – die beim Eintreten des Ereignisses gesendete Zonennummer.
6.7 Seite „PGM“
Die Einstellungen der PGM-Ausgänge auf vier Registerkarten: Outputs, Set Action, Scheduler und SMS & Call reporting.
Registerkarte Outputs

- PGM No – die laufende Nummer des PGM-Ausgangs in der Liste.
- Name – der Name des PGM-Ausgangs.
- PGM output – der dem PGM zugeordnete Ausgang (OUT): des FireCom oder eines externen Geräts.
- Output definition – die Betriebsart des Ausgangs (OUT) (im Bild Remote Control).
- Pulse time, s – die Einschaltdauer des Ausgangs (OUT), 0–9999 Sekunden.
- CMS – angehakt geht über die gewählten Ereignisse eine Meldung an die Leitstelle.
- Prot. – angehakt geht über die Ereignisse des Ausgangs eine Benachrichtigung in die App Protegus 2.
Registerkarte Set Action

- ID – die laufende Nummer des Ausgangs in der Liste.
- Enable – Einschalten des PGM-Betriebsalgorithmus.
- PGM No. – der Ausgang (OUT), den der Kommunikator beim Eintreten des in den Spalten Factor, Factor No., Start when und Set value beschriebenen Ereignisses steuert.
- Action – die Aktion:
- PGM OFF – Zustand des Ausgangs (OUT): ausgeschaltet („Off“).
- PGM ON – Zustand des Ausgangs (OUT): eingeschaltet („On“).
- Pulse OFF – der Ausgangszustand des Ausgangs (OUT) ist eingeschaltet („On“); nach dem Befehl schaltet er für die Impulsdauer (Pulse time) aus („Off“) und kehrt danach automatisch in den eingeschalteten Ausgangszustand zurück.
- Pulse ON – der Ausgangszustand des Ausgangs (OUT) ist ausgeschaltet („Off“); nach dem Befehl schaltet er für die Impulsdauer (Pulse time) ein („On“) und kehrt danach automatisch in den ausgeschalteten Ausgangszustand zurück.
- Pulse time, s – die Impulsdauer, 0–9999 Sekunden.
- Factor / Factor No. – welches Ereignis den Ausgang (OUT) einschaltet: Zone (Zone), Eingang einer SMS (SMS received) oder Zonensabotage (Zone tamper).
- Start when – zusätzliche Bedingung für das Einschalten des Ausgangs (OUT), abhängig vom Ereignis Factor.
- Set value – abhängig von der in der Spalte Factor gewählten Bedingung können Sie hier einen Wert angeben (den Text der empfangenen SMS). Erkennt der Kommunikator diesen Wert, führt er die in der Spalte Action gewählte Aktion aus. Den SMS-Text können Sie mit %-Zeichen gliedern: Die %-Zeichen trennen das Schlüsselwort, das den Zustand des Ausgangs umschaltet, von der gesamten empfangenen SMS.
| Muster | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
%…..% |
ein Teil des Textes der empfangenen SMS muss mit dem zwischen die %-Zeichen geschriebenen Text übereinstimmen | %hoUSe% – in der SMS muss der Text „hoUSe“ vorkommen; zum Beispiel VacationhoUSe25864 |
…..% |
der Anfang der empfangenen SMS muss mit dem bis zum %-Zeichen geschriebenen Text übereinstimmen | hoUSe% – die SMS muss mit dem Text „hoUSe“ beginnen; zum Beispiel hoUSeddss |
%….. |
das Ende der empfangenen SMS muss mit dem nach dem %-Zeichen geschriebenen Text übereinstimmen | %hoUSe – die SMS muss mit dem Text „hoUSe“ enden; zum Beispiel 1144hoUSe |
Im SMS-Text wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.
Registerkarte Scheduler

- ID – die laufende Nummer des Zeitplans in der Liste.
- Enable – Einschalten des Zeitplans.
- Start time – wann der Ausgang (OUT) einschalten soll – der Beginn des Zeitplans.
- Stop time – wann der Ausgang (OUT) ausschalten soll – das Ende des Zeitplans.
- Mon – Sun – die Wochentage, an denen der Ausgang (OUT) ein- bzw. ausschalten soll.
Registerkarte SMS & Call reporting
Diese Registerkarte erscheint nur, wenn Sie auf der Seite Users & Reporting mindestens eine Benutzertelefonnummer angegeben haben. Diese Einstellungen können nur für die ersten 8 Benutzer gelten.

- PGM – die Nummer des Ausgangs (OUT) und der Ereignistyp: Event – Einschalten des Ausgangs; Restore – Ausschalten des Ausgangs.
- User SMS/Call – Sie können wählen, welche Benutzer beim Ein- und Ausschalten des Ausgangs (OUT) eine SMS und/oder einen Anruf erhalten.
6.8 Seite „Sensors“
Die Einstellungen der Temperatursensoren (Anschluss: Punkt 3.10).

- ID – die laufende Nummer des Temperatursensors in der Liste.
- Module type – der der Zeile (ID) zugeordnete Temperatursensor.
- Serial No. – die Seriennummer des Sensors; der Kommunikator liest sie aus.
- Sensor name – der Name des Sensors.
- Max – ist die Temperatur höher als dieser Wert, wird eine Ereignismeldung erzeugt; dazu muss das Häkchen High gesetzt sein.
- Min – ist die Temperatur niedriger als dieser Wert, wird eine Ereignismeldung erzeugt; dazu muss das Häkchen Low gesetzt sein.
- Delay – das Ereignis wird gesendet, wenn der Messwert des Sensors innerhalb der eingestellten Zeit den Wert Max oder Min überschreitet. Geben Sie die Zeit in Minuten an.
- Sensor type – der Typ des angeschlossenen Temperatursensors: Dallas 1Wire – von diesen Sensoren können höchstens 8 angeschlossen werden, und der Kommunikator weist sie automatisch zu; Humidity & Temperature – ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor AM2301 kann angeschlossen werden; wenn Sie ihn verwenden, muss er in der Spalte Module type manuell zugewiesen werden.
6.9 Seite „System events“
Die Einstellungen der eigenen (System-)Ereignisse des Kommunikators auf zwei Registerkarten: Events und SMS & Call reporting.
Registerkarte Events

- ID – die laufende Nummer des Ereignisses in der Liste.
- Event name – der Name des Ereignisses.
- Enable – Einschalten der Überwachung des Ereignisses.
- CMS – über die gewählten Ereignisse geht eine Meldung an die Leitstelle.
- Prot. – über die gewählten Ereignisse geht eine Benachrichtigung in die App Protegus 2.
- CID Code – der Contact-ID-Code des Ereignisses.
- SMS event text – der SMS-Text des Ereignisses.
- SMS restore text – der SMS-Text der Wiederherstellung.
Registerkarte SMS & Call reporting
Diese Registerkarte erscheint nur, wenn Sie auf der Seite Users & Reporting mindestens eine Benutzertelefonnummer angegeben haben.

- ID – die laufende Nummer und das Kennwort des Ereignisses (Event, Restore).
- Event SMS text – der Text des Ereignisses, der in die SMS-Nachricht kommt.
- User SMS/Call – bei jedem Ereignis können Sie wählen, ob der Benutzer eine SMS und/oder einen Anruf erhält.
6.10 Seite „Events Log“
Hier können Sie das Ereignisprotokoll des Geräts auslesen und löschen.

- Read Log – die Schaltfläche liest das Ereignisprotokoll aus dem Speicher des Geräts aus.
- Clear Log – die Schaltfläche löscht die Protokolleinträge aus dem Speicher des Geräts.
- In der Tabelle sind die laufende Nummer (Event No.), die Zeit (Time), der CID-Code und die Beschreibung (Event definition) des Ereignisses zu sehen. Das Protokoll zeigt höchstens 1000 im Speicher des FireCom gespeicherte Ereignisse.
6.11 Wiederherstellen der Werkseinstellungen
Um die Werkseinstellungen des FireCom wiederherzustellen, klicken Sie in TrikdisConfig auf die Schaltfläche Restore.

Wenn Sie die aktuellen Einstellungen später noch benötigen könnten, speichern Sie sie vor dem Wiederherstellen mit der Schaltfläche Save [F9] in einer Datei (Punkt 6.1).
7. Fernprogrammierung
Die Einstellungen des FireCom können Sie über die Protegus-Cloud mit TrikdisConfig auch aus der Ferne auslesen und ändern – Sie müssen nicht vor Ort fahren.
Voraussetzungen für die Fernprogrammierung
Die Ferneinrichtung funktioniert nur, wenn im FireCom:
- eine aktivierte SIM-Karte eingelegt ist und der PIN-Code eingegeben oder ausgeschaltet wurde;
- der Protegus-Dienst eingeschaltet ist (Users & Reporting → Enable cloud service, Punkt 6.4);
- seine Stromversorgung eingeschaltet ist (die Anzeige STA blinkt grün);
- er mit dem Netz verbunden ist (die Anzeige SIM leuchtet dauerhaft grün und blinkt gelb, und/oder bei LAN-Verbindung leuchtet die Anzeige ETH grün).
Leuchtet die Anzeige SIM oder DAT dauerhaft gelb, kann sich das Gerät nicht mit dem Mobilfunknetz und/oder mit Protegus 2 verbinden.
- Starten Sie TrikdisConfig auf dem Computer.
- Geben Sie im Bereich Remote access in das Feld Unique ID die eindeutige Kennung des FireCom ein (Unique ID). Diese Nummer finden Sie auf der Rückseite des Geräts und auf der Verpackung.

- (Optional) Geben Sie in das Feld System Name einen Namen für das Gerät ein (zum Beispiel den Namen des Objekts).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Configure.
- Klicken Sie im sich öffnenden Fenster auf die Schaltfläche Read [F4]. Fragt das Programm danach, geben Sie den Administrator- oder den Errichtercode ein.
- Klicken Sie am Ende der Einstellungen auf die Schaltfläche Write [F5]. Wenn Sie mit TrikdisConfig fertig sind, klicken Sie auf die Schaltfläche Disconnect.
8. Funktionsprüfung
Testen Sie am Ende der Einrichtung und der Installation das System vollständig:
- Um einen Eingang zu prüfen, aktivieren (lösen) Sie den Eingang (aus). Prüfen Sie, ob das Ereignis bei der Leitstelle und/oder in der App Protegus 2 angekommen ist.
- Um die Ausgänge zu prüfen, schalten Sie sie aus der Ferne ein und prüfen Sie ihre Funktion. Vergewissern Sie sich, dass die Ereignisse bei der Leitstelle und/oder in der App Protegus 2 angekommen sind.
- Führen Sie eine Brandalarmprobe durch und prüfen Sie, ob die Leitstelle die Ereignisse richtig empfängt.
Die Anzeige DAT (auf der Frontseite DATA) zeigt, ob die Meldungen gesendet wurden: Leuchtet sie nicht, sind alle Ereignismeldungen gesendet; bei dauerhaft grünem Licht wird gerade eine Meldung gesendet; leuchtet DAT dauerhaft gelb, befinden sich nicht gesendete Ereignismeldungen im Speicher (Punkt 1.5).
Die Daten des Kommunikators, den Zustand der Ein- und Ausgänge und die Werte der Temperatursensoren können Sie auch per SMS abfragen: INFO 123456, ASKI 123456, ASKO 123456, ASKT 123456 (ersetzen Sie 123456 durch Ihr eigenes SMS-Passwort; Punkt 5.2).
9. Firmware-Aktualisierung
Wenn Sie den FireCom mit TrikdisConfig verbinden und eine neuere Firmware vorhanden ist, bietet das Programm die Aktualisierung von selbst an – dazu muss der Computer mit dem Internet verbunden sein. Virenscanner, Firewall oder strenge Einstellungen für den Internetzugang können die automatische Aktualisierung blockieren; in diesem Fall müssen Sie die Einstellungen des Virenscanners ändern.
Sie können die Firmware auch selbst aktualisieren – auf eine neuere und bei Bedarf auch auf eine ältere Version. Nach der Aktualisierung bleiben alle Einstellungen des Geräts unverändert.
- Starten Sie die Software TrikdisConfig und verbinden Sie das Gerät per USB-Kabel, oder öffnen Sie seine Programmierung aus der Ferne.
- Wenn es eine neuere Firmware gibt, bietet das Programm deren Download an – nehmen Sie ihn an.
- Wählen Sie die Seite Firmware und klicken Sie auf die Schaltfläche Open firmware. Wählen Sie die Firmware-Datei aus.
- Drücken Sie die Schaltfläche Update [F12], warten Sie das Ende der Aktualisierung ab, und klicken Sie dann im Popup-Fenster auf OK. Ziehen Sie währenddessen nicht das Kabel ab und unterbrechen Sie die Verbindung nicht.
Die Firmware-Dateien befinden sich im Installationsordner von TrikdisConfig, im Unterordner Firmwares, in dem mit dem Gerätenamen bezeichneten Ordner. Gibt es diesen Ordner nicht, dann gibt es entweder keine Aktualisierung dafür, oder die Software TrikdisConfig selbst muss aktualisiert werden. Die neuesten Dateien können Sie als registrierter Benutzer auch von der Website des Herstellers, auf der Seite des Geräts, herunterladen.
Verbinden Sie den FireCom über ein USB-Type-C-Kabel mit dem Computer oder melden Sie sich aus der Ferne an (Kapitel 7).
![TrikdisConfig – FireCom, Seite **Firmware**: das Feld **Open firmware file**, die Schaltfläche **Open firmware**, die Schaltfläche **Update [F12]** und die Fortschrittsanzeige.](/image/catalog/content/manuals/firecom/tc_firmware.png)
10. Fehlersuche und häufige Fragen
Wenn der Kommunikator nicht das tut, was Sie erwarten, sehen Sie sich zuerst die Anzeigeleuchten an (Punkt 1.5), danach die folgenden Punkte.
Die Anzeige STA (auf der Frontseite TROUBLE) blinkt rot – was bedeutet die Zahl der Blinkzeichen?
Die Zahl der Blinkzeichen ist die Ursache der Störung: 1 – keine SIM-Karte eingelegt; 2 – der PIN-Code der SIM-Karte ist falsch (System Options → SIM card PIN, Punkt 6.2); 3 – kann sich nicht mit dem Mobilfunknetz verbinden; 4 – kann sich auf dem Primärkanal nicht mit dem IP-Empfänger verbinden (Reporting to CMS, Punkt 6.3); 5 – kann sich auf dem Ersatzkanal nicht mit dem IP-Empfänger verbinden; 6 – keine DC-Versorgungsspannung (Punkt 2.1); 7 – Störung des AUX-Ausgangs (Überstrom oder Überspannung); 8 – Akkustörung (Punkt 2.2); 9 – das LAN-Kabel ist nicht angeschlossen; 10 – DHCP-Fehler im lokalen Netzwerk (LAN network parameters, Punkt 6.3).
Die Anzeige FPS (auf der Frontseite POWER) blinkt grün – was ist los?
1 grünes Blinkzeichen: keine Netzspannung (AC). 2 grüne Blinkzeichen: Die Spannung der Ersatzstromversorgung (Akku) reicht nicht aus (Punkt 2.2). Leuchtet die Anzeige dauerhaft grün, ist die Stromversorgung in Ordnung (Punkt 1.5).
Wie viele gelbe Blinkzeichen braucht die Anzeige SIM?
Die Zahl der gelben Blinkzeichen gibt die Signalstärke des Mobilfunknetzes an: Im 4G-Netz sind 3 Blinkzeichen bereits ausreichend. Zählen Sie weniger gelbe Blinkzeichen, reicht die Signalstärke nicht aus: Wählen Sie einen anderen Ort für den Kommunikator, versetzen Sie die Antenne oder verwenden Sie eine empfindlichere Mobilfunkantenne (Punkte 1.6 und 3.14). Leuchtet keine der Anzeigen des FireCom, prüfen Sie die Stromversorgung und den Anschluss.
Die Anzeige ETH blinkt grün
Das LAN-Kabel ist nicht angeschlossen, oder es liegt ein DHCP-Fehler vor (Punkt 1.5). Prüfen Sie das Kabel und den Router. Bei automatischer Adressvergabe muss DHCP mode angehakt sein; bei manueller Einstellung geben Sie die Felder Static IP, Subnet mask und Default gateway an (Reporting to CMS → Settings, LAN network parameters, Punkt 6.3). Was das Netzwerk können muss: Punkt 3.1.
Protegus 2 findet den Kommunikator nicht
- Prüfen Sie die Voraussetzungen für das Hinzufügen: aktivierte SIM-Karte, eingegebener oder ausgeschalteter PIN-Code, eingeschalteter Protegus-Dienst (Users & Reporting → Enable cloud service, Punkt 6.4), grün blinkende Anzeige STA sowie dauerhaft grün leuchtende und gelb blinkende Anzeige SIM und/oder grüne Anzeige ETH (Punkt 5.1).
- Leuchtet die Anzeige SIM oder DAT dauerhaft gelb, kann sich das Gerät nicht mit dem Mobilfunknetz und/oder mit Protegus 2 verbinden (Kapitel 7). Prüfen Sie die Einstellung APN (Punkt 6.2).
- Ist der Cloud Access Code nicht der Werkswert
123456, geben Sie beim Hinzufügen den richtigen Code ein (Punkt 4.1).
Ich kann die Ausgänge per Anruf oder SMS nicht steuern
- Per SMS und Anruf kann nur von Telefonnummern aus gesteuert werden, die auf der Benutzerliste stehen (Punkt 5.2).
- Der Benutzer muss das Recht zur Steuerung der Ausgänge haben (Häkchen PGM, Punkt 6.4), und dem Ausgang muss die Definition Remote control zugewiesen sein (Output definition, Punkt 6.7).
- Prüfen Sie das Häkchen Use dial and SMS when working over internet module (Punkt 6.3): Ist es nicht gesetzt und ein LAN-Netzwerk vorhanden, werden Anruf und SMS nicht verwendet.
Ich erhalte keine Antwort auf meine SMS-Befehle
Für die Antwort-SMS muss beim Benutzer das Häkchen ACK gesetzt sein (Users & Reporting, Punkt 6.4). Den Text der Antworten können Sie auf der Registerkarte SMS answer texts bearbeiten.
Können die Daten nur über das lokale Netzwerk (LAN) gehen?
Ja. Wenn Sie das Häkchen Disable the use of SIM card mobile data setzen, verwendet der FireCom die mobile Datenverbindung der SIM-Karte nicht: Die Daten gehen nur über LAN. Ist das LAN vorübergehend nicht erreichbar, speichert der Kommunikator die Daten in seinem Speicher und sendet sie nach der Rückkehr des LAN. Ist keine SIM-Karte im Kommunikator, können Sie die Meldung über ihr Fehlen mit dem Häkchen Disable indication of the absence of a SIM card ausschalten (Punkt 6.3).
Wie viele Rauchmelder können an die Klemme FLOOP angeschlossen werden?
Höchstens 8 Zweidraht-Brandmelder, deren Alarmstrom größer als 10 mA ist. Nach dem letzten Melder ist ein Abschlusswiderstand von 2,2 kΩ erforderlich, und auf der Seite Zones muss als Eingang der Zone der Eingang FC Fire sensor (FLOOP input) gewählt werden (Punkte 3.3 und 6.6). Wenn Sie die Melder an einen IO-Eingang anschließen, finden Sie die Anschlusszeichnungen an derselben Stelle.
Welche und wie viele Temperatursensoren können angeschlossen werden?
Höchstens 8 Temperatursensoren Maxim® / Dallas® DS18S20 oder DS18B20 oder 1 Luftfeuchtigkeits- und Temperatursensor AM2301. Die Dallas-Sensoren weist der Kommunikator automatisch zu, der AM2301 muss auf der Seite Sensors manuell zugewiesen werden (Punkte 3.10 und 6.8). Die Werte können Sie auch per SMS abfragen: ASKT (Punkt 5.2).
Welcher Akku wird benötigt?
Ein 12-V-Bleiakku mit 4 Ah oder 7 Ah (Punkte 1.2 und 2.1). Nach der Norm EN 54 muss sich der Akku innerhalb von 24 Stunden auf 80 % seiner Kapazität aufladen und den Rest in den folgenden 48 Stunden erreichen (Punkt 3.1). Bei 11,5 V wird die Meldung Low Battery gesendet, unter 9,5 V wird der Akku abgeschaltet (Punkt 2.2).
Woher weiß die Brandmelderzentrale, dass die Meldung die Leitstelle erreicht hat?
Nach der Norm EN 54 muss die Zentrale über eine Störung der Verbindung zur Leitstelle und über den erfolgreichen Empfang der Meldungen informiert sein. Dazu müssen zwei PGM-Ausgänge des Kommunikators an die dafür vorgesehenen Eingänge der Zentrale angeschlossen werden: Der auf den Zustand CMS fail eingestellte Ausgang Relay1 schaltet ein, wenn der Kommunikationskanal unterbrochen ist, der auf den Zustand ACK received eingestellte Ausgang Relay2 schaltet für 5 Sekunden ein, wenn die Meldung die Leitstelle erreicht hat (Punkt 3.12).
INIM Smartline: worauf muss ich achten?
Die Zentrale muss im Programm SmartLeague in den Slave-Modus versetzt werden. Sind an die Zentrale Repeater angeschlossen, kann der FireCom nicht über den RS485-Bus angeschlossen werden; ist der FireCom dagegen am RS485-Bus der Zentrale angeschlossen, werden die iO-Erweiterungsmodule nicht unterstützt (Punkt 3.7).
NSC Solution: Die Zentrale sieht den Kommunikator nicht
Nach der Einrichtung des FireCom müssen an der Zentrale die am RS485-Bus angeschlossenen Module gesucht (gescannt) werden (SCAN RS485, Punkt 3.6). Die NSC slave address darf nicht mit der Adresse der an die Zentrale angeschlossenen Module übereinstimmen.
11. Sicherheitshinweise
Achtung!
Elektrizität kann gefährlich sein und zu persönlichen Verletzungen oder TODESfällen führen, sowie zu anderen finanziellen Verlusten oder Schäden, wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet oder installiert wird.
Die Installation erfordert die Arbeit mit elektrischen Geräten und sollte gemäß den gültigen Vorschriften durchgeführt werden!
Die Gewährleistung erfordert, dass das Gerät von qualifiziertem Personal installiert wird, das die Installationsvorschriften für elektrische Geräte einhält und den aktuellen Vorschriften für den sicheren Betrieb elektrischer Geräte folgt.
- Der Kommunikator darf nur von qualifizierten Personen installiert und gewartet werden.
- Lesen Sie diese Anleitung vor der Installation aufmerksam durch, um Fehler zu vermeiden, die zu Fehlfunktionen oder sogar zur Beschädigung der Geräte führen können.
- Trennen Sie vor jedem elektrischen Anschluss die Versorgungsspannung.
- Nicht vom Hersteller genehmigte Änderungen, Modernisierungen oder Reparaturen führen zum Verlust der Garantie.
- Beachten Sie die örtlichen Vorschriften zur Abfallentsorgung: Werfen Sie das Gerät und seine Teile nicht in den Hausmüll – geben Sie das ausgediente Gerät als Elektronikschrott ab.
Siehe auch
- Ein- und Ausgangserweiterung iO8 – Installationsanleitung – das Erweiterungsmodul iO-8 für den FireCom.
- APN-Einstellung – Liste der europäischen Mobilfunkanbieter – wenn die mobile Datenverbindung nicht zustande kommt.
- Protegus: Android-, iPhone- und Web-App – über die App.
- Protegus 2 Business Account – Verwaltung mehrerer Systeme als Installateur.
- Englische Fassung: docs.trikdis.com – Communicator FIRECOM for fire alarm control panels.
Die Anleitungen auf docs.trikdis.com sind in englischer Sprache.


